Arnold Schwarzenegger (Foto) wieder in seiner Paraderolle, denn "Terminator 2" erzählt quasi die gleiche Geschichte wie sein Vorläufer: Die Machthaber in einer futuristischen Post-Doom-Gesellschaft wollen sich eines führenden Revolutionärs entledigen. Zu diesem Zwecke entsenden sie einen Super-Robotor in die Vergangenheit (unsere Gegenwart), damit dieser den künftigen Rebellen bereits als Kind liquidiert (im ersten Film war es die schwangere Mutter). Seitens der Revolutionäre folgt ein zweiter, nicht ganz so perfekt ausgerüsteter Roboter zum Schutz des Kindes. Fortan liefern sich die beiden mitunter sehr menschlichen Maschinen erbitterte Duelle...

War Schwarzenegger im Der Terminator noch der Böse, so hat er diesmal, von den Revolutionären reaktiviert, die Seiten gewechselt und spielt den Beschützer, was ab und an (vor allem bei der im Irrenhaus befindlichen Mutter) für einige Verwirrung sorgt. Darüber hinaus zeigt uns Cameron in einer Traum-Sequenz eine atomare Apokalypse in mehr als beängstigenden Bildern. Der Genuß des Filmes liegt demnach nicht in der Story, sondern in der visuellen Kraft, in der atemberaubenden Achterbahn-Action mit bis dahin noch nie gesehenen technischen Tricks auf höchstem Niveau. Was Cameron bereits in "Abyss - Abgrund des Todes" mit den computer-animierten Sequenzen (flüssiges Wasser, das menschliche Gesichter und Fratzen nachzeichnet) begonnen hat, findet in "Terminator 2" seine Vollendung: Der Robotor aus flüssigem Metall kann nahezu alle Farben und Formen annehmen (beispielsweise seinen Arm zu einem Schwert umformen, den gekachelten Untergrund nachahmen usw). Was der Bösewicht allerdings nicht mag, ist klirrende Kälte und Ultra-Hitze. Optimale Kinounterhaltung für Freunde des Action-Genres!

Foto: Columbia