Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Westen in weiten Teilen nicht mehr ganz so wild, und die Zeiten für Outlaws und Desperados werden schlechter. Das bekommen auf Pike Bishop und seine Bande zu spüren. Bei einem Überfall auf ein Lohnbüro der Eisenbahngesellschaft geraten sie in einen Hinterhalt, bei dem ein Zug der Heilsarmee in die Schußlinie gerät und erbarmungslos niedergemäht wird. Pike und ein paar seiner Leute fliehen nach Mexiko und lassen sich mit dem hinterlistigen General Mapache ein. Der lässt Angel, einen von Pikes Männern, foltern und töten - es kommt zum Gemetzel...

Sam Peckinpahs Meisterwerk wird heute als der beste Post-Western der Filmgeschichte angesehen. Das war nicht immer so. Zu seiner Entstehungszeit geriet der Film wegen seiner für damalige Verhältnisse ungewöhnlich krassen Gewaltdarstellung in die Schusslinie der Kritik. Besonders das finale Massaker mit seinen Zeitlupenstudien von Kopf- und Bauchschüssen stieß manchem übel auf. Inszeniert ist das als große Sinfonie des Untergangs (musikalisch sind die Choreographie des Todes und der rhythmische Schnitt allemal). Pike und seine Freunde hatten das Pech, ihre Zeit überlebt zu haben, nicht rechtzeitig erschossen worden zu sein, um als Westernlegenden Einzug in die Geschichte zu halten. Nun verschaffen sie sich einen Abgang, der seinesgleichen sucht. Wie auch in Peckinpahs späterem Werk "Abgerechnet wird zum Schluß" (1970) ist auch und vor allem das Auto ein Symbol der neuen Zeit: Hier wird es zur Folter des armen Angel eingesetzt - dort findet der Held (Jason Robards) am Ende unter den Rädern des Vehikels einen unglücklichen Tod.