Als Rudolph Valentino 1926 im Alter von 31 Jahren stirbt, verliert Hollywood einen seiner großen männlichen Stars. Während die Bosse der Traumfabrik sich anschicken, seinen Tod zu vermarkten, stürmen Tausende weiblicher Fans zu seinem Sarg. Unter ihnen sind auch einige Frauen, die den Aufstieg des legendären Stummfilmstars unmittelbar miterlebten und wissen, wie trügerisch der Mythos des angehimmelten Liebhabers die profane Wirklichkeit überstrahlt.

Rudolpho Valentinos Aufstieg zum gefeierten Stummfilmstar und zum Liebling der Frauen ist die einzige dramaturgische Stringenz des Films. In subjektiven, aber sehr phantasievollen Bildern entwickelt Russell die nur teilweise biografische Lebensgeschichte eines großen Hollywood-Künstlers, zeigt seinen ausschweifenden Lebensstil, ohne sich dabei um die Fakten - die sind auch meistens ziemlich langweilig und ernüchternd - zu kümmern. Russell ging es eher um den Flair der Stummfilm-Zeit - er zeigt u.a. Dreharbeiten zu dem Klassiker "Der Scheich" -, welche er mit wunderbarem Dekor und gekonnter Fotografie (Peter Suschitzky) und mit einem glänzenden Nurejew in Szene gesetzt hat.