Gründe, Vegetarier zu werden, gibt es viele: Gammelfleisch, Massentierhaltung, Fleischverzicht für die eigene Gesundheit. Eine ausgewogene fleischlose Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse kann zudem das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen oder an Diabetes mellitus zu erkranken, senken. Vegetarier haben in der Regel seltener Übergewicht, günstigere Blutfettwerte und weniger oft erhöhten Blutdruck.

Um sich vegetarisch gesund und ausgewogen zu ernähren, reicht es häufig aber nicht, einfach Fleisch und Wurst wegzulassen. Fleischprodukte sind die Hauptlieferanten von Eiweiß, Kalzium, Zink, Vitamin B12, Vitamin D, essentiellen Fettsäuren und vor allem Eisen.

Dabei sind pflanzliche Lebensmittel keineswegs frei von Nährstoffen: Viele haben sogar einen relativ hohen Eisengehalt. Doch pflanzliche Nahrungsmittel enthalten im Gegensatz zu tierischen Produkten nur schlecht verfügbares, dreiwertiges Eisen und außerdem viele Hemmstoffe der Eisenaufnahme (beispielsweise Salze der Phytinsäure). Unser Körper kann dreiwertiges Eisen nur in geringem Maße aufnehmen und muss es zudem noch in zweiwertiges Eisen umwandeln.

Eisen aber ist lebensnotwendig für den Körper und wird primär für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin benötigt. Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport in die Körperzellen verantwortlich. Wird dem Körper nicht ausreichend Eisen mit der Nahrung zugeführt, greift dieser auf seine eigenen Eisenspeicher zurück. Diese leeren sich dann schleichend und es kann nahezu unbemerkt zu einer Eisenmangelanämie (Blutarmut) kommen. Typische Anzeichen dafür sind häufige Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Konzentrationsprobleme, aber auch blasse Haut und Haarausfall.

Um hier rechtzeitig eingreifen zu können, ist es wichtig, den Eisenstatus regelmäßig mit einem Bluttest beim Arzt überprüfen zu lassen. Besteht ein Mangel, kann dieser ein geeignetes Präparat empfehlen.