Nein, eigentlich hätte Sophia Thomalla diesen Text nicht verdient. Eigentlich darf man nicht auflösen, wie die Geschichte ausgeht. Und doch: Da twittert die Schauspielerin vor kurzem: "Kleine Titten sind wie Flüchtlinge: Sie sind nun mal da, aber eigentlich will sie keiner."
 
Was folgt? Viel zu viel Zustimmung – und noch mehr Kritik. Was noch folgt: Thomalla brüstet sich mit 2 000 neuen Fans auf Twitter, aber alles sei nur Provokation gewesen, ein Experiment, um zu sehen, wer das ernst nehme. TV-Autor Micky Beisenherz, Erfinder des "Experiments", schreibt später von einer rauschhaften Situation und "sanften Signalen leichten Unbehagens". Und am Ende? Sei es das alles "nicht wert" gewesen.

So also klingt das, wenn Menschen mit dem Leid anderer PR für sich machen und dabei vergessen, was hängen bleibt: nicht das Experiment, nicht ein PR-Stunt, sondern tausendfacher Applaus – für Sexismus und Fremdenfeindlichkeit.