Er gilt bis heute als einer der wichtigsten Regisseure des europäischen Kinos: Luchino Visconti (1906–1976), Meister des italienischen Films und Begründer des Neorealismus. Aus einer der bedeutendsten italienischen Adelsfamilien stammend, setzte sich der in Mailand geborene Regisseur zu Beginn seiner Karriere noch mit dem Leben der "kleinen Leute", später aber immer wieder auch kritisch mit dem Milieu auseinander, aus dem er selbst stammte: der Aristokratie.

110 Jahre nach seiner Geburt sendet ARTE nach dem weltberühmten Film "Der Leopard" (11.12. 2016, 20.15 Uhr) die Doku "Luchino Visconti, vom Film besessen", in der Elisabeth Kapnist und Christian Dumais-Lvowski die Geschichte eines Mannes erzählen, der sein filmisches Schaffen auch dem gesellschaftlichen Verfall der Oberklasse gewidmet hat. Der Dokumentarfilm zeigt Visconti als zutiefst aufrichtigen Menschen, der sein Leben lang nach der historischen, gesellschaftlichen und menschlichen Wahrheit suchte.