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Clint Eastwood (Seite 2)
- Geboren am Samstag, 31. Mai 1930
- Geboren in San Francisco, Kalifornien, USA
Dazwischen gab es aber auch schwächere Filme wie "Weißer Jäger, schwarzes Herz" (1990) oder "Perfect World" (1993), der unter dem hölzernen Spiel seines Hauptdarstellers Kevin Costner litt. Obwohl Eastwood mit seinen harten Rollen bekannt wurde, gibt es in seinem Spiel vor der Kamera bisweilen auch eine sanfte Seite. In Filmen wie die unter seiner Regie entstandene romantische Komödie "Bronco Billy" (1980) wird sie spürbar. Der Liebesfilm "Die Brücken am Fluss" (1995, mit Meryl Streep) belegt Eastwoods große Schauspielkunst, zeigt aber auch, dass das Alter auch einem Clint Eastwood Grenzen setzt."Erbarmungslos": Regisseur und gealterter Westernheld 
Das zeigten noch deutlicher zwei weitere Arbeiten. Der allzu betulich inszenierte, überlange Kriminalfilm "Mitternacht im Garten von Gut und Böse" (1997) war ein großer Kassenflop. Danach spielte Eastwood unter eigener Regie in "Ein wahres Verbrechen" (1998) eine Rolle, für die er drei Jahrzehnte zu alt war. Immerhin gibt es ein paar schöne Dialoge mit James Woods, aber das war's dann auch. Dafür verstören zahlreiche Anfängerfehler in der Regie, zum Beispiel Achsensprünge und Anschlussfehler. 2000 inszenierte Clint Eastwood dann das spaßige Sciencefiction-Abenteuer "Space Cowboys", in dem er selbst auch die Hauptrolle übernahm. An seiner Seite sind Tommy Lee Jones, James Garner und Donald Sutherland zu sehen. 2002 folgte der Krimi "Blood Work", Hauptrolle wieder Eastwood, und 2003 die gelungene Regiearbeit "Mystic River". Einmal mehr oscarnominiert ging Clint Eastwood bei der Verleihung aber leer aus, während seine Darsteller Sean Penn und Tim Robbins stolz auf den Gewinn des Awards als bester Haupt- bzw. Nebendarsteller verweisen konnten.
2008 inszenierte Clint Eastwood nach wahren Begebenheiten mit "Der fremde Sohn" ein stimmiges Zeitkolorit mit vielen düsteren Momenten. Trotz der schlecht agierenden und dennoch für den Oscar nominierten Angelina Jolie gelang es Eastwood in diesem Krimidrama die Geschichte einer allein erziehende Mutter, deren Sohn verschwunden ist und die nach einigen Monaten einen fremden Jungen als eigenes Kind präsentiert bekommt, präzise, spannend und treffend einzufangen. Im gleichen Jahr setzte er auch das Drama "Gran Torino" gekonnt in Szene. Eastwood agierte hierbei nicht nur hinter der Kamera, sondern schlüpfte einmal mehr in die Hauptrolle und übernahm den Part des Grantler Walt Kowalski, der sehr zurückgezogen lebt und seine Nachbarn argwöhnisch betrachtet. Wenig spektakulär, aber dennoch ungemein fesselnd, erzählt Eastwood die Geschichte eines konservativen Menschen, der sich eines Besseren belehren lässt und schließlich für die Menschen eintritt, die er zunächst zu hassen vorgibt. Nach Beendigung der Dreharbeiten kündigte er an, dass dies sein letzter Auftritt vor der Kamera gewesen sei.
Trailer "Gran Torino"
Ein Jahr später kommt sein "Invictus - Unbezwungen" in die Kinos. Morgan Freeman als Nelson Mandela und Matt Damon in der Rolle des Rugby-Spielers François Pienaar wurden für ihre überragende schauspielerische Leistung mit dem Oscar nominiert. Kritiker verliehen Eastwoods Alterswerk Vorschusslorbeeren und handelten das Apartheidsdrama als Oscarfavoriten, doch weder der Film noch der Regisseur erhielten eine Nominierung. Dabei überzeugen nicht nur die Schauspieler, sondern auch Clint Eastwood weiß durch eine klare Erzählstruktur und dem unbedingten Willen, Wege gegen Rassismus und Intoleranz aufzuzeigen, zu überzeugen. Ein berührendes Werk nach wahren Ereignissen: Gerade aus der Haft entlassen wird Nelson Mandela zum Präsident von Südafrika gewählt und hat alsbald Probleme mit der Führung eines von der Apartheid zerrissenen Landes. Doch Mandela glaubt daran, dass ein sportlicher Erfolg die Rassenvorurteile beseitigen könnte. So unterstützt er voller Tatendrang das südafrikanische Rugby-Team, das bei der Weltmeisterschaft 1995 als klarer Außenseiter gilt. In dem weißen Mannschaftskapitän François Pienaar findet er jemanden mit offenen Ohren, dessen Herz auch für das Land schlägt.
Galerie - Clint Eastwood zum 80.
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Foto: Warner Bros.
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