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    David Carradine

    • Geburtsname: John Arthur Carradine
    • * Dienstag, 8. Dezember 1936 in Hollywood, Kalifornien, USA
    • † Mittwoch, 3. Juni 2009 in Bangkok, Thailand

    Wurde mit "Kung Fu" weltberühmt: David Carradine, hier in "Long Riders"
    ¿T?
    Der Sohn des Schauspielers John Carradine und Halbbruder von Keith und Robert bewarb sich nach dem High-School-Abschluss und dem College am Shakespeare Reportory Theatre in San Francisco. Danach studierte er am San Francisco State College Musik und gab sein Bühnendebüt in Berkeley mit der Truppe des Theatre of the Golden Hind. Anschließend gehörte er mehrere Jahre den Ensembles bekannter Off-Broadway-Bühnen an. Eine seiner aufregendsten Arbeiten war sein "Othello", den er selbst inszenierte und spielte.

    Nach dem Wehrdienst unterzeichnete David einen Vertrag mit Universal und wurde seit 1963 für diverse Fernsehserien verpflichtet. Der Auftritt in dem TV-Remake des Kinoklassikers "Mein großer Freund Shane" machte ihn 1966 bekannt - immerhin wurde Alan Ladd mit der Titelrolle 1953 zum Kinostar. Doch erst mit dem schlagfertigen Existentialisten Kwai Chang Caine in der erfolgreichen TV-Serie "Kung Fu" (1972-75) wurde er zum internationalen Star. Bereits 1965 gab David Carradine in "Widersteh', wenn du kannst" sein Kinodebüt. Anfangs auf Rollen als harter Typ abonniert, spielte er bald unter den Regisseuren des "New-Hollywood"-Kinos, meist für den Produzenten Roger Corman. So in "Boxcar Bertha - Die Faust der Rebellen" (1972) von Martin Scorsese, mit Barbara Hershey und seinem Vater John Carradine. Geschildert wird der äußerst brutale Kampf einer Eisenbahnermiliz gegen gewerkschaftlich organisierte Arbeiter in den Dreißigerjahren.

    Aber Carradine spielte auch in Hal Ashbys "Dieses Land ist mein Land" (1976) den Folksänger Woody Guthrie. Dem Film liegt die Autobiographie von Guthrie zugrunde. David Carradine ist auch der Interpret der Lieder in "Cannonball" (1976) von Paul Bartel. Da verkörperte er einen Teilnehmer des verrücktesten und mörderischsten Autorennes der Welt quer durch die USA. In "Das Schlangenei" (1977) von Ingmar Bergman war er der Rolle eines jüdischen Trapez-Artisten in Berlin des Jahres 1923 zu sehen. Während all der Zeit gehörte Davids erste Liebe aber dem Theater. Er spielte in New York und San Francisco vor allem in Shakespeare-Inzenierungen wie dem denkwürdigen "Macbeth". In den Siebzigerjahren inszenierte er selbst ohne großen Anklang vier Filme.

    1979 bildete er in "Long Riders" (1979) von Walter Hill (1979) mit seinen Halbbrüdern eines der drei Brüderpaare und in "McQuade - Der Wolf" (1982) mimte er die Rolle des skrupellosen Gang-Führers Rawley Wilkes, einem ehemaligen Karate-Champion, der sich auf illegalen Waffenhandel verlegt hat. Höhepunkt dieses Filmes ist der Showdown zwischen David Carradine und Chuck Norris, zwei Meister des asiatischen Kampfsports. 1986 und 1992 versuchte versucht er in "Kung Fu - Der Film" und "Kung Fu - Im Zeichen des Drachen" an den Erfolg der TV-Serie anzuknüpfen.

    Im Jahr 2004 erlebte Carradine mit der Rolle des Titel gebenden Gangsters Bill, der in Quentin Tarantinos Metzel-Actionfilmen "Kill Bill - Volume 1" (2003), "Kill Bill - Volume 2" (2004) von Uma Thurman gejagt wird, ein viel beachtetes, weltweites Comeback. Anfang Juni 2009 starb der Schauspieler in einem Hotel in Bangkok. Auf Grundlage thailändischer Quellen meldete die BBC, er sei mit einem Strick um den Hals aufgefunden worden. Ob es Selbstmord oder ein Unfall war, wurde nie öffentlich bestätigt, vieles spricht jedoch für einen selbst verschuldeten Unfall.

    Weitere Filme mit David Carradine: "Taggart" (1964), "Brillanten-Razzia" (1965), "Der gnadenlose Rächer", "Die Letzten vom Red River", "Pulver und Blei" (alle 1969), "Hexenkessel" (1973), "Wie Blitz und Donner" (1977), "Das Geheimnis des blinden Meisters", "U-Boot in Not" (beide 1978), "Das wilde Leben des Gauguin" (1980), "American Monster", "Eine irre Safari" (beide 1982), "In der Schusslinie" (1984), "Bohrinsel in Flammen", "Fackeln im Sturm" (TV-Mehrteiler), "Die Galgenvögel" (alle 1986), "Am Rande der Hölle", "Todesspiele" (beide 1987), "Crime Zone", "Der Tod im Morgengrauen", "Jackie und Denise", "Seine Rache kennt keine Grenzen" (alle 1988), "Ausweglos", "Fluchtpunkt Las Vegas", "Ein Vogel auf dem Drahtseil", "Matlock - Prozess hinter Gittern", "Todesambulanz", "Trau keinem Schurken" (alle 1989), "Future Zone", "Highway Chaoten", "Martial Law" (alle 1990), "Der beste Spieler weit und breit: Sein höchster Einsatz", "Deadly Surveillance", "Double Trouble - Warte, bis mein Bruder kommt", "Evil Toons - Flotte Girls im Geisterhaus", "Spaceshift" (alle 1991), "Animal Instincts", "Distant Justice - Das Recht des Stärkeren", "Night Rhythms" (alle 1992), "The Rage - Im Rausch der Gewalt" (1996), "Der Kuss des Mörders", "Letztes Gefecht am Saber River", "Auf der Jagd nach dem Schatz von Dos Santos", "Unschuldig! Susan rennt" (alle 1997), "Verschollen - Allein auf der Pirateninsel", "Der Killer wohnt zur Untermiete", "American Rebel" (alle 1998), "Guaranteed On Delivery" (2000), "Last Goodbye", "Max Havoc: Curse of the Dragon" (alle 2004), "Brothers in Arms", "Miracle at Sage Creek" (beide 2005), "The Last Sect", "Son of the Dragon", "Last Hour", "Final Move" (alle 2006), "Fantastic Movie", "Big Stan", "Homo Erectus" (beide 2007), "Crank 2: High Voltage" (2009).


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