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    David Wenham

    • * Dienstag, 21. September 1965 in Marrickville, Sydney, Australien

    David Wenham als Dilios in Zack Snyders "300"
    ¿T?
    Es sind in erster Linie Rollen in Kostümen, durch die David Wenham in Deutschland bekannt wurde. Als Faramir in "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" (2002) und "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" (2003) wird er all jenen aufgefallen sein, die einen Blick auf die Gefährten jenseits von Viggo Mortensen und Orlando Bloom geworfen haben. In seiner Rolle als Mönch Carl in "Van Helsing" (2004) kam er recht "komisch" daher und übernahm neben Charmebolzen Hugh Jackman den Part des trotteligen Mitkämpfers, der mehr durch seine witzigen Repliken als durch Kampfstärke und Mut auffiel. In Zack Snyders "300" (2007), der überdimensionierten Comicverfilmung in Videospiel-Ästhetik, stellte er den erzählenden Dilios dar und präsentierte nicht nur ein spartanisches Soldatenkostümchen, sondern auch einen durchtrainierten Waschbrettbauch.

    Doch das ist durchaus nicht das einzige, was der sympathische Australier vorzuweisen hat. Seine Schauspielkarriere begann er nach Jobs als Bingo-Ausrufer und Versicherungsvertreter mit einer Statistenrolle im Fernsehfilm "Jack Simpson: A Wissesee Documentary" (1987). Im Anschluss sah man ihn in kleineren Rollen in australischen Fernsehserien wie "Sons and Daughters", "Poor Man's Orange" und "A Country Practice" (alle 1987). Seine Ausbildung zum Schauspieler absolvierte er am Theatre Nepean in Sydney. Es folgten einige Jahre mit vielen belanglosen Rollen in australischen TV-Produktionen und Filmen, die nicht über die Grenzen Australiens hinaus bekannt wurden. Erstmals international in Erscheinung trat er 1994 in der US-amerikanischen Produktion "Flucht aus Absolom". Zurück in Australien häuften sich schließlich die Angebote.

    Für seine Rolle im TV-Mehrteiler "Simone de Beauvoir's Babies" erhielt er 1997 den AFI-(Australian Film Institute)-Award für den besten Hauptdarsteller einer Fernsehserie. Ein Jahr später wurde er gleich zweimal nominiert: Eine Nominierung erhielt er als Taucher Dan Della Bosca in der sehr erfolgreichen ABC-Serie "SeaChange", die andere bekam er für seine erste Kinohauptrolle in dem Sozialdrama "The Boys" (1997), das er selbst mitproduziert hatte. Er spielte hier an der Seite von Toni Collette mit einer Intensität, die seinerzeit mit der von Russell Crowe verglichen wurde. In beiden Fällen ging er leer aus, konnte aber kurze Zeit später auf den Titel "Australia's sexiest man alive" verweisen, den er für die Verkörperung des Tauchers Dan erhielt. Den Part des Brett Sprague aus "The Boys" spielte David Wenham, der auch als Theaterschauspieler von sich reden macht, sehr erfolgreich in einer Bühnenversion des gleichnamigen Films.

    1997 stand er neben Oscar-Gewinner Geoffrey Rush für "Zum Teufel mit der Seele" vor der Kamera. Außerdem sah man ihn in dem kafkaesken Sciencefiction-Szenario von "Dark City" (1998) neben Rufus Sewell, Kiefer Sutherland, Jennifer Connelly sowie William Hurt und als "Father Damien" in dem gleichnamigen TV-Film von 1999. Zwei Jahre später spielte er erstmals in einem Blockbuster. In Baz Luhrmanns mehrfach preisgekrönten "Moulin Rouge" mimte er in einer Nebenrolle Audrey, einen Schriftsteller. Bevor er 2008 erneut mit dem australischen Regisseur zusammenarbeitete, sah man ihn in den bereits erwähnten "Herr der Ringe"-Filmen, in "Van Helsing" und "300". An der Seite von Nicole Kidman und Hugh Jackman spielte er in Baz Luhrmanns "Australia" den Vorarbeiter Neil Fletcher, der nicht zuletzt durch seine üblen Machenschaften von sich reden machte.

    Außerdem übernahm er in Roger Spottiswoodes Melange aus Abenteuer, Historien-Drama und Liebesgeschichte, "Die Kinder der Seidenstraße", neben Jonathan Rhys Meyers, Radha Mitchell, Chow Yun-Fat und Michelle Yeoh eine kleine Rolle. 2009 stand er mit Johnny Depp, Christian Bale und Marion Cotillard für Michael Manns Gangster-Epos "Public Enemies" vor der Kamera. Anschließend übernahm er die Rolle des Markgrafen Gerold in der Romanverfilmung "Die Päpstin" (ebenfalls 2009) von Regisseur Sönke Wortmann.

    Weitere Filme und Serien mit David Wenham: "The Heroes" (1988), "Sydney - U.S. Garnison, 1944" (1990), "Police Rescue - Gefährlicher Einsatz" (TV-Serie), "G.P." (TV-Serie, beide 1991), "Seeing Red", "Greenkeeping" (beide 1992), "Gino", "Heartland" (Mehrteiler), "Tran the Man" (alle 1994), "One of Us" (TV-Serie), "Roses Are Red", "Cosi" (alle 1995), "Twisted Tales" (TV-Serie), "Blue Heelers" (TV-Serie), "Idiot Box" (alle 1996), "Return to Jupiter" (TV-Serie, 1997), "Besser als Sex" (1999), "Russian Doll", "The Bank - Skrupellos und machtbesessen", "Dust" (alle 2001), "Crocodile Hunter - Auf Crash-Kurs", "Pure", "Gettin' Square - Männer auf Bewährung" (alle 2002), "After the Deluge" (Mehrteiler), "Basilisk Stare" (beide 2003), "Van Helsing: Einsatz in London" (Sprecher), "Stiff", "The Brush-Off" (alle 2004), "Three Dollars", "The Proposition" (beide 2005), "Answered by Fire" (Mehrteiler, 2006), "Married Life" (2007).

    Foto: Warner Bros. Pictures


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