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Der Mann, der sich immer selbst spielte 

Glenn Ford (Seite 2)
(Gyryllyn Samuel Newton Ford)
- Geboren am Montag, 1. Mai 1916
- Geboren in Sainte-Christine-d'Auvergne, Quebec, Kanada
- Gestorben am Mittwoch, 30. August 2006
- Gestorben in Beverly Hills, Kalifornien, USA
Mit Russell Rouses Regiearbeit "Die erste Kugel trifft" folgte 1956 erneut ein Western, in dem Ford als Drugstorebesitzer George Temple eine Horde Banditen zeigt, wer der schnellste Schütze im Lande ist. Ein überragendes Beispiel seines schauspielerischen Könnens gab Ford auch in Daniel Manns Komödie "Das kleine Teehaus" (1956), in der den Hauptmann Fisby gab, der im Japan der Nachkriegszeit eine Demokratisierungsaktion durchführen soll. Der einheimische Dolmetscher Sakini (Marlon Brando) soll ihm bei der Überwindung der Sprachbarrieren helfen ... Danach setzte Ford seine Zusammenarbeit mit Daves fort, der ihn in seinen beiden Western "Zähl bis drei und bete" und "Cowboy" (beide 1957) besetzte. Letzter kam schon recht selbstironsch daher, richtig witzig war auch George Marshalls Westernkomödie "In Colorado ist der Teufel los" (1958). Hoch her ging es auch in George Marshalls Gangsterfilmparodie "Die Nervensäge" (1959, mit Carl Reiner), in der Ford als erfolgreicher Autor von Fernsehkrimis glänzt, der sich eines Tages gezwungen sieht, sehr zur Mordwaffen zu greifen, um sich eines Erpressers zu entledigen.Ihm schmeckt's: Glenn Ford 
Die Sechzigerjahre läutete erneut ein flotte, wenn auch manchmal recht seichte Komödie von George Marshall ein: In "Ein Haus in Yokoshimi" verkörperte Ford einen Marine-Bildreporter, der im Korea-Krieg den lang ersehnten Fronturlaub entgegenfiebert. Als er sich jedoch auf einer Pressekonferenz mit seinem Engagement für japanische Waisenkinder brüstet, hat dieser Schwindel Folgen: Um nicht als Lügner entlarvt zu werden, funktioniert man ein Geisha-Haus in ein Kinderheim um … Viel besser war da Anthony Manns Western "Cimarron" (1960), in dem der deutschsprachige Hollywood-Export Maria Schell die Ehefrau des Zeitungsmannes Yancey Cravet verkörperte, der sich mit seinem Mut und seinem Sinn für Gerechtigkeit im Wilden Westen nicht nur Ansehen verschafft. Danach sah man Ford in Vincente Minnellis gelungenem Melodram "Die vier apokalyptischen Reiter" (1961) , er spielte in Frank Capras Gesellschaftskomödie "Die unteren Zehntausend" (1961) einmal mehr zusammen mit Bette Davis, und der spätere Komödienspezialist Blake Edwards gab ihm die Hauptrolle an der Seite von Lee Remick in dem Kriminalfilm "Der letzte Zug" (1961).
Ein netter Familienfilm entstand im folgenden Jahr mit Minnellis Regiearbeit "Vater ist nicht verheiratet" (1962), während Burt Kennedys Westernkomödie "Nebraska" (1964) Glenn Ford erstmals an der Seite von Henry Fonda zeigte. "Die Frau seines Herzens" (1964) entdeckt er in der Komödie von Daniel Mann in Person von Geraldine Page erst nach vielen Verwicklungen, um 1965 in dem Star gespickten Ensemble von René Clément‚ Kriegsfilm "Brennt Paris?" zu spielen. Nach der Hauptrolle in Richard Thorpes nur durchschnittlichen Western "Duell der Gringos" (1966) folgt noch im gleichen Jahr Phil Karlsons ebenso nur herkömmliche Regiearbeit "Der gnadenlose Ritt", der Glenn Ford allerdings in einer ungewöhnlichen Rolle zeigt. Mit "Totem" (1967), "Pulver und Blei" (1969) und "Smith - Ein Mann gegen alle" (1969) sieht man Ford in weiteren Genrewerken - rund die Hälfte seiner Rollen spielte er in Western -, die allerdings nicht mehr an die Qualität seiner frühen Werke anknüpfen können.
In den Siebzigerjahren konzentrierte sich Ford - mit Ausnahme von "Superman" (1978) - auf TV-Produktionen, und in den späteren Jahren wirkte er vorrangig in Dokumentationen über die "Goldenen Jahre" des Hollywood-Films mit. Für Glenn-Ford-Fans war 1990 ein wichtiges Jahr: Der Darsteller veröffentlichte seine Autobiographie - natürlich auch mit Details zu seinen drei Ehefrauen: Eleanor Powell, Kathryn Hays und Cynthia Hayward. Zu den Ehrungen anlässlich seines 90. Geburtstag erschien der geschwächte Ford schon nicht mehr. Der Schauspieler, der sagte, dass er immer nur sich selbst gespielt habe, starb am 30. August 2006 in seinem Haus in Beverly Hills, wo er von Sanitätern gefunden wurde.
Weitere Filme mit Glenn Ford: "Night in Manhattan" (1937), "My Son Is Guilty" (1939), "Convicted Woman", "Men Without Souls", "Babies for Sale", "The Lady in Question", "Blondie Plays Cupid" (alle 1940), "So Ends Our Night", "Go West, Young Lady" (beide 1941), "The Adventures of Martin Eden", "Flight Lieutenant" (1942), "Destroyer" (1943), "Gallant Journey" (1946), "Ein Mann für Millie", "Liebesnächte in Sevilla", "Ein Pferd namens October" (alle 1948), "Das Graue Tor zur Hölle" (1950), "Der Revolvermann", "Follow the Sun", "Vergeltung am Teufelssee" (alle 1951), "Der eiserne Handschuh", "Young Man with Ideas" (beide 1952), "Time Bomb", "Das geheimnisvolle Testament" (beide 1953), "Ransom", "Interrupted Melody", "Das Komplott " (alle 1955), "Menschenraub", "Die erste Kugel trifft" (1956), "Don't Go Near the Water" (1957), "Torpedo los!", "Imitation General" (1958), "It Started with a Kiss", " (beide 1959), "Cry for Happy" (1961), "Vierzig Millionen suchen einen Mann" (1962), "Helden ohne Hosen" (1963), "Goldfalle" (1965), "In 48 Stunden" (1966), "Santee, der Einzelgänger" (1972), "Schlacht um Midway" (1975), "Die Außerirdischen" (1979), "Overkill - Durch die Hölle zur Ewigkeit" (1979), "Ab in die Ewigkeit" (1980), "Der Tag der Mörder" (1980) mit Richard Roundtree, "Casablanca Express" (1989), "Ein Mann für Randado" (1989), "Border Shootout" (1990), "Final Verdict" (1991) mit Treat Williams, "Raw Nerve" (1991) mit Traci Lords.
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