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    Natalia Wörner

    • * Donnerstag, 7. September 1967 in Stuttgart, Deutschland

    Natalia Wörner als Ermittlerin in der Krimireihe "Unter anderen Umständen"
    ¿T?
    Natalia Wörner weiß, was sie will. Das sieht man ihr an: Die Körperhaltung gerade, der Mund energisch, die Gestik präzise. Die Haare - na gut, die machen so ziemlich, was sie wollen. Dunkelbraun, lockig, unbändig. Vielleicht ein Hinweis darauf, wie es manchmal in ihrem Kopf aussieht mit all der Energie. Sehr frei aufgewachsen in einem ganz und gar unbürgerlichen Frauenhaushalt, vier Generationen unter einem Dach, als einziges männliches Wesen ein kastrierter Kater, hat sie gelernt, sich auf sich selbst zu verlassen und nicht darauf zu warten, dass irgend jemand ihr aus schwierigen Situationen hilft. In die sie sich allerdings ab und zu durchaus selbst hineinreitet: Nicht bereit, sich aus Bequemlichkeit anzupassen, geht sie lieber ihre eigenen Wege, auch wenn die manchmal holperig sein mögen.

    Nach dem Abitur arbeitete sie als Model und ging nach Paris, Mailand und schließlich New York. Der Mode-Glamourkosmos reichte ihr allerdings schnell nicht mehr: "Ich war chronisch unterfordert. Wer nicht total gehirnamputiert ist, merkt schnell, wie stupide dieser Job ist", erklärt sie. "Der Vorteil war eine immense Freiheit: Ich habe für damalige Verhältnisse auf einmal sehr viel Geld verdient und mir die Welt angesehen. Wenn ich jetzt nach Paris oder New York komme, habe ich immer das Gefühl, dass das ein Stück Heimat ist. Ich habe da sehr wichtige Erlebnisse gehabt."

    In New York, das war schon längst ihr Plan, wollte sie zum Lee Strassberg Actor's Studio, wo immerhin vor langer, langer Zeit auch Marlon Brando oder Marilyn Monroe ihr Handwerk lernten. New York war gut für Natalia Wörner: "Als ich das erste Mal dort war, dachte ich sofort: Hier gehöre ich hin. Hier riecht und stinkt es so, wie ich es haben will." Nach New York zog Natalia Wörner nach Hamburg, wo sie zunächst in "off"-Theatern auf der Bühne stand und für wenig Geld in miserablen Stücken spielte. Viel lernen für den Beruf konnte sie da nicht, aber fürs Leben: Selbständigkeit, die Sicherheit, überall zurechtzukommen. Ihren Mut zum Risiko belohnten Produzenten, Intendanten und Regisseure mit Rollen: Ihren ersten Kinofilm drehte 1993: "Frauen sind etwas Wunderbares" unter der Regie von Sherry Hormann, und gleich darauf "Die Sieger" von Dominik Graf. Doch der 15-Millionen-Mark-Film (1994) floppt an den Kassen und Graf beschließt, vorerst keinen Kinofilm mehr zu drehen.

    Fortsetzung


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