Alejandro González Inárritu

Produziert Meisterwerke am Fließband: Alejandro González Inárritu. Vergrößern
Produziert Meisterwerke am Fließband: Alejandro González Inárritu.
Fotoquelle: taniavolobueva/shutterstock.com
Alejandro González Inárritu
Geboren: 15.08.1963 in Mexiko-Stadt, Mexiko

Seine Filmerfolge sind leichter auszusprechen, als sein Name: Sei es "Babel" (2006), "Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" (2014) oder "The Revenant - Der Rückkehrer" (2015) - immer wenn der mexikanische Regisseur Alejandro González Inárritu ein Filmprojekt in die Hand nimmt, scheint ein Preisregen programmiert. Dabei ist er durchaus für Überraschungen gut, übertrifft sich häufig selbst und verzeichnet den ein oder anderen Superlativ in seiner Karriere. So war Alejandro González Inárritu der erste mexikanische Regisseur, der für die Kategorie bester Regisseur bei den Oscars sowie für die des besten Regisseurs von der Directors Guild of America nominiert wurde. Darüber hinaus war er der erste mexikanische Regisseur, der jemals den Regiepreis bei den Filmfestspielen in Cannes gewann.

Goldenes Händchen

Alejandro González Inárritu ist ein Multitalent und gleichzeitig einer, der die Dinge, die er anfasst, vergoldet. Ganz gleich, was er im Laufe seines Lebens ausprobierte, es wurde - so scheint es - ein Erfolg. Während er 1984 eine Karriere als Radiomoderator begann, studierte er Kommunikationswissenschaften. Den Job beim Radio erledigte er so erfolgreich, dass er zum Intendanten der Radiostation befördert wurde. Unter seiner "Regie" wurde der Sender zur wichtigsten Station unter der jüngeren Hörerschaft in Mexiko-Stadt. Doch damit nicht genug: Auch als Komponist betätigte sich der Tausendsassa. Von 1987 bis 1989 komponierte er Partituren für sechs mexikanische Spielfilme, studierte parallel Theaterwissenschaften, anschließend Regie in Maine und Los Angeles. Schließlich gründete er gemeinsam mit Raúl Olvera "Z Films". Sie schrieben und produzierten Spielfilme, Kurzfilme, Hörwerbung und Fernsehprogramme. Und wie nicht anders zu erwarten, auch "Z Films" entwickelte sich zu einem erfolgreichen Projekt.

Sein Regie-Debüt gab Alejandro González Inárritu mit dem Episodenfilm "Amores perros" (2000). Das Ergebnis ist ein facettenreiches Porträt von Mexico City und den Einwohnern der mittelamerikanischen Hauptstadt. Trotz einiger Längen, der Thriller weiß zu unterhalten und überzeugte nicht nur das Publikum, sondern auch Kritiker und Filmfestivaljurys. So erhielt das Werk 2001 eine Oscar-Nominierung als bester nichtenglischsprachiger Film und wurde außerdem auf etlichen Festivals mit Preisen überhäuft.

Erfolg dank ungewöhnlicher Erzählweise

2003 folgte mit "21 Gramm" sein erstes englischsprachiges Werk. Auch hierbei blieb er seiner ungewöhnlichen Erzählweise treu. Durch die Verschachtelung der Story, aber auch durch diverse Zeitsprünge hält der experimentierfreudige
Regisseur das Interesse des Zuschauers wach. Dadurch, aber auch dank des herausragenden Darstellerensembles (Sean Penn, Benicio Del Toro, Naomi Watts, u.a.) konnte der Film punkten.

Ganze drei Jahre zogen ins Land, bis Inárritus nächster Erfolg auf die Leinwand kam. "Babel", für das er so namhafte Darsteller wie Brad Pitt und Cate Blanchett gewinnen konnte, entpuppte sich als Filmprojekt, das aus vier Geschichten in vier verschiedenen Zeitrahmen an vier verschiedenen Orten bestand. Inárritu erzählt - erneut episodenhaft - tragische Ereignisse, die sich zufällig ergeben und doch miteinander verwoben sind. Trotz einiger Längen, auch auf "Babel" ging ein regelrechter Preisregen nieder. 2007 gab es den Golden Globe als bestes Drama und sieben Oscar-Nominierungen. Am Ende reichte es allerdings nur für den Oscar für die beste Filmmusik, der an Gustavo Santaolalla ging.

Mit "Biutiful" lieferte Inárritu seinen ersten spanischsprachigen Film seit "Amores Perros" ab. Auch hier schrieb er Filmgeschichte dadurch, dass er erneut einige Superlative verzeichnen konnte. Die Oscar-Nominierung für Javier Bardem als bester Hauptdarsteller bedeutete, dass "Biutiful" der erste komplett spanischsprachige Film war, der eine Nominierung in dieser Kategorie erhielt. Die Kritiker waren sich auch bei diesem Filmdrama einig und lobten Inárritus Arbeit über den Klee, einige sahen in "Biutiful" sogar Inárritus bis dahin besten Film.

Mit Meisterwerk zu Oscar-Ehren

Letzte Zweifler und Nörgler verstummten mit der existenziellen Komödie "Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)". Hier herrschte Harmonie bei Kritikern, Filmjurys und Zuschauern: mit diesem inszenatorischen wie schauspielerischen Meisterwerk hatte sich Inárritu selbst übertroffen. Eine ungewöhnliche Geschichte gepaart mit vielen witzigen und skurrilen Einfällen ist die eine Seite, die andere Seite ist die hohe Filmkunst, die vor allem in der fast 100-minütigen Plansequenz (d.h. die Kamera läuft ohne erkennbaren Schnitt 100 Minuten durch und das Gezeigte musste exakt durchgetimt und -geplant werden) deutlich wird. Kurz: ein Meisterwerk, das zu Recht mit vier Oscars, zwei Golden Globes und einer Vielzahl an weiteren namhaften Preisen ausgezeichnet wurde.

Als ähnlich aufsehenerregend erwies sich Inárritus nächstes Film-Projekt: Der US-amerikanische Historien-Western-Thriller, der auf dem Roman "Der Totgeglaubte" von Michael Punke basiert und die Geschichte des Trappers Hugh Glass erzählt, entwickelte sich recht schnell - wie sein Vorgänger - zu einem durchschlagenden Erfolg. Dank der Kameraarbeit von Emmanuel Lubezki, der die majastätischen Landschaften ebenso perfekt einfängt wie die Brutalität der Natur selbst, wird der Zuschauer mitten in das Geschehen gezogen. In den Hauptrollen glänzen Tom Hardy, als abgrundtief hassenswerter Fiesling John Fitzgerald, und Leonardo DiCaprio als Trapper und Überlebenskämpfer Hugh Glass. Besonders letzterem gelingt es, fast ohne ein Wort zu sprechen, seine Figur brilliant und überzeugend auf die Leinwand zu bringen und den Zuschauer einzufangen. Zwölf Oscar-Nominierungen, vor allem in den wichtigen Kategorien, aber auch Auszeichnungen mit dem Golden Globe, zeigen, dass Inárritu einmal mehr alles richtig gemacht hat. Den Oscar für die Beste Regie durfte Inárritu mit nach Hause nehmen, der für den Besten Film blieb ihm verwehrt. Und auch sein Hauptdarsteller und sein Kameramann durften 2016 einen Goldjungen in Empfang nehmen.

Weitere Filme und Serien von Alejandro González Inárritu (als Regisseur): "Detrás del dinero" (1995, Kurzfilm), "El timbre" (1996, Kurzfilm), "Powder Keg" (2001, Kurzfilm), "11'09''01 - September 11" (2002), "Chacun son cinéma ou Ce petit coup au coeur quand la lumière s'éteint et que le film commence" (2007), "Biutiful", "Write the Future" (beide 2010), "Naran Ja" (2012, Kurzfilm), "The One Percent" (TV Serie, 2015).


Zur Filmografie von Alejandro González Inárritu
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