Seit den Siebzigerjahren verkörpert er einprägsame Rollen in Kino- und Fernsehfilmen: Alexander Radszun, der seine Schauspielausbildung von 1973 bis 1975 an der Hochschule der Darstellenden Kunst in Berlin absolvierte. So kennt man ihn aus Alfred Vohrers Fallada-Verfilmung "Jeder stirbt für sich allein" (1975) mit Hildegard Knef, in Hans W. Geissendörfers Thomas-Mann-Verfilmung "Der Zauberberg" (1981) spielte er zusammen mit Rod Steiger und Marie-France Pisier, und Bernhard Sinkel besetzte ihn neben Burt Lancaster, Julie Christie und Bruno Ganz in "Väter und Söhne" (1985).

Häufig stellt er den Bösewicht dar - mitunter mit psychopathischen Zügen - aber in der Serie "Eurocops" wechselte er die Seiten und ging von 1988 bis 1993 selber auf Verbrecherjagd. Unter der Regie von Claude Chabrol spielte Alexander Radszun 1989 im Kinofilm "Dr. M". Wichtige Rollen hatte er in den Dieter Wedel-Mehrteilern "Der große Bellheim" (1991), "Der Schattenmann" (1995), "Der König von St. Pauli" (1997) und in "Die Affäre Semmeling" (2000).

Schon häufiger war Alexander Radszun in der "Tatort"-Reihe zu sehen: Bereits 1991 spielte er neben Götz George in "Der Fall Schimanski", 1998 und 1999 folgten "Restrisiko" und "Tatort - Bienzle und der Zuckerbäcker", sowie 2000 "Berliner Bärchen" mit Dominic Raacke und Boris Aljinovic. Daneben war Radszun auch in Serien wie "Dir Drei", "Liebling Kreuzberg" und "Ein Fall für Zwei" zu sehen. 2000 übernahm Alexander Radszun eine Hauptrolle in dem Actionfilm "Die Motorrad-Cops - Hart am Limit: Ypsilon - Wie alles begann" und eine Gastrolle in der Serie "SOS Barracuda".

Weitere Filme mit Alexander Radszun: Rainer Wolffhardts TV-Drama "Eine Jugendliebe" (1977), "Kaminsky - Ein Bulle dreht durch" (1985), Hark Bohms Tragikomödie "Der kleine Staatsanwalt" (1986), Eberhard Itzenplitz' Fontane-Verfilmung "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" (1986), Peter Beauvais' TV-Spiel "Sommer in Lesmona" (1988) mit Katja Riemann, Birgitta Trommlers TV-Film "Wenn ich die Antwort wüsste..." (1988), "Das Rattennest" (1988), "Tot auf Halde", Michael Werlins Melodram "Schlag weiter, kleines Kinderherz" (beide 1994), Bernd Schadewalds und Jürgen Dünnwalds Thriller "Kinder des Satans" (1995) mit Nicolette Krebitz, Samirs Thriller "Tödliche Schwesterliebe" (1996) mit Anica Dobra, Claudia Messner und Maja Maranow sowie dessen Komödie "Die Metzger" (1997). Dietmar Kleins Thriller "Freiwild" mit Robert Atzorn, Markus Fischers Psychothriller "Zucker für die Bestie" (1997), "Die letzte Chance" (1998), Hartmut Griesmayrs Kriminalfilm "Tödliches Alibi" (1998) mit Uwe Ochsenknecht, "Held der Gladiatoren", "Polizeiruf 110 - Kopf in der Schlinge" (beide 2003), "Tatort - Strahlende Zukunft" (2007), "Ein Strauß voll Glück", "Stubbe - Von Fall zu Fall - Sonnenwende" (beide 2009), "Wilsberg - Tote Hose" (2011).