Curtis Hanson

Curtis Hanson überraschte alle mit seinem meisterlichen Thriller "L. A. Confidential" Vergrößern
Curtis Hanson überraschte alle mit seinem meisterlichen Thriller "L. A. Confidential"
Curtis Hanson
Geboren: 24.03.1945 in Reno, Nevada, USA
Gestorben: 20.09.2016 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Curtis Hanson war in den Siebzigerjahren Chefredakteur der amerikanischen Zeitschrift "Cinema". Ende des Jahrzehnts beginnt er mit Drehbüchern für Filme wie "G Give" (1978), "Der weiße Hund von Beverly Hills" (1981) von Samuel Fuller, sowie "Wenn die Wölfe heulen" (1983).

1983 inszenierte er seinen ersten eigenen Film: "Die Aufreißer von der High School". Der Erfolg führte dazu, dass man Hanson eine Reihe von Teenager-Filmen anbot. Doch er sagte ab, zog sich zurück und schrieb sich seine eigene Story: "Das Schlafzimmerfenster" (1986). Danach übernahm er wieder, um nicht aus der Übung zu kommen, Auftragsarbeiten wie "Todfreunde - Bad Influence" (1989), "Die Hand an der Wiege" (1992) und "Am wilden Fluss" (1993).

In "Todfreunde" bricht in den ganz normalen Büroalltag eines Programmieres die Irritation ein. Wie Curtis Hanson das jedoch inszeniert, ist absolut unkonventionell: Das bislang ruhige Tempo des Films wechselt, Hektik kommt auf, es geschehen seltsame Dinge, bis sich im Verlauf der Geschichte alles als eine teuflische Intrige herausstellt. Seine nächsten beiden Filme krankten an zahlreichen Unglaubwürdigkeiten und haben sogar Momente von unfreiwilliger Komik: "Die Hand an der Wiege" behandelt das übliche Motive vom Bösen, das in die heile Welt einbricht. Ein böses Kindermädchen, das selbst keine Kinder haben kann, schleicht sich in eine brave Mittelstandsfamilie, entfremdet der Mutter ihr Kind und wird am Ende gar rabiat bis zum Mordanschlag. Der Film ist ein großer Erfolg, weil er geschickt mit unterschwelligen Ängsten spielt. Die Darstellung bleibt dagegen überpointiert und trägt zu dick auf.

Diese Schwächen prägten auch über weite Teile das Drama "Am wilden Fluss", in dem Meryl Streep mit ihrer Familie eine Wildwasser-Flussfahrt unternimmt und dabei an einen getürmten Verbrecher gerät (Kevin Bacon). Für die Albernheit vieler Szenen ist typisch, dass Meryl Streep mitten in der Wildnis ein perfektes Set Weißweingläser zum Chablis auspackt: So etwas hat man wohl bei einer Wildwassertour immer am Mann! Erst 1997 bekam Curtis Hanson die Chance, ganz unkonventionell, modern und ohne die obligatorischen Stars in den Hauptrollen einen Film ganz nach seiner eigenen Vorstellung zu drehen. Die Verfilmung von "L.A. Confidential" (1997) war ein lang gehegtes Wunschprojekt. Hanson machte aus James Ellroys Romanvorlage einen brillanten düsteren Gangsterfilm, der das L. A. der Fünfzigerjahre als kalifornisches Sittengemälde grimmig und gleichermaßen glanzvoll vor uns ausbreitet. Der knallharte Thriller hat sich schon jetzt einen festen Platz im Olymp des Genres erobert.

Hanson sagt seinerzeit im Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger: "Ich hatte bislang keine Freiheit, die Filme so zu besetzen, wie ich wollte, ich musste Szenen schneiden, andere Musik nehmen, mit ansehen, wie Marketing-Leute den Film falsch verkauften." Bei "L. A. Confidential" genoß er jede Freiheit. Er konnte den Film koproduzieren, verzichtete auf Stars und besetzte Typen. Vor allem aber hinderte ihn niemand daran, die Geschichte völlig gegen den Strich zu erzählen. Mit diesem Meisterwerk entschädigte er für die beiden vorangegangenen, wenig inspirierten Auftragsarbeiten und wurde zum Haupthoffnungsträger für das kommende Hollywood.

2000 inszenierte Curtis Hanson die stimmungsvolle Komödie "Die Wonder Boys", die Geschichte eines heruntergekommenen Literaturprofessors alias Michael Douglas, der sein verkorkstes Leben nicht so richtig in den Griff bekommt. Zur Starriege gehören unter anderem Tobey Maguire als talentierter Literaturstudent sowie Frances McDormand. Und 2002 folgte die Ghetto-Rap-Geschichte "8 Mile", in der Superstar Eminem in seiner ersten großen Hauptrolle zu sehen war. 2005 inszenierte Curtis Hanson dann die hervorragende besetzte und gespielte Komödie "In den Schuhen meiner Schwester", nicht überzeugen konnte hingegen seine Spielerdrama "Glück im Spiel" (2006). Seinen Surferfilm "Mavericks" (2012) konnte Hanson wegen einer schweren Krankheit nicht fertigstellen, die letzten drei Wochen der Dreharbeiten übernahm sein Kollege Michael Apted. Am 20. September 2016 wurde er tot in seinem Haus in den Hollywood Hills aufgefunden.


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