Gary Busey

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Prädestiniert für Bösewicht-Rollen: Gary Busey
Fotoquelle: Helga Esteb/shutterstock.com
Gary Busey
Geboren: 29.06.1944 in Goose Creek (heute Baytown), Texas, USA

Actionstars haben ein Haltbarkeitsdatum. Ab einem gewissen Alter erregt das Herumfuchteln mit einer Waffe und das halbherzige Geschrei kurz vorm kniffeligen Todes-Karate-Angriff nur noch ein mitleidiges Lächeln auf den Gesichtern des Publikums. Spätestens wenn der Zuschauer statt Autogrammkartenwünsche lieber die warme Angora-Unterwäsche an den Star schickt, ist die Zeit der action geladenen Filme eindeutig vorbei. Alternde Actionstars sind nicht wirklich zu gebrauchen. Und wenn sie zu besseren Zeiten den Absprung in ein anderes Genre nicht geschafft haben, dann sieht es später umso schlechter für sie und ihre Karriere aus.

Gary Busey ist einer dieser alternden Actionstars. In jungen Jahren ein Garant für glaubwürdige Kampfszenen, holte ihn im Laufe der Zeit sein Alter ein. Früher ein richtiger Filmheld in spektakulär inszenierten Kampf- und Gewaltszenen entwickelte er sich zum gefallenen Hollywoodstar und frustrierten B-Movie-Darsteller mit seltsamen Ansichten und Alkohol- und Drogenproblemem. Seit Anfang des Jahrtausends finden seine Filme unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und bringen ihm zwar eine finanzielle Absicherung, aber keinen Ruhm ein. Sein Leben ist ein einziges Auf und Ab. Ein Football-Stipendium brachte Gary Busey in jungen Jahren an die Pittsburg State University in Kansas, doch eine Knieverletzung sorgte dafür, dass er den Traum vom Profisportler aufgeben musste. Gemeinsam mit Freunden gründete er die Band "Carp". Nach einigen Jahren auf lokalen Bühnen erhielten die Jungs einen Plattenvertrag mit Epic. Doch das Album floppte und die Band löste sich auf. Während seine Kollegen als Studiomusiker unterkamen, entschied sich Gary Busey für die Schauspielerei, die ihm bereits an der Universität viel Freude bereitet hat.

Seine erste Statistenrolle vor der Kamera spielte er 1968 in "Wild in den Straßen", zwei Jahre später sah man ihn in der Western-Serie "High Chaparral". Sein Filmdebüt folgte 1971 in Roger Cormans Low-Budget-Produktion "Angels Hard as They Come". Er fiel auf und konnte überzeugen. Zunächst waren es Fernsehserien, für die er besetzt wurde: "Dan Oakland" (1971), "Bonanza" (1972), "Kung Fu" (1973), "Rauchende Colts", "The Texas Wheelers" und "Baretta" (alle 1975), doch auch kleinere Rollen in weltbekannten Produktionen mischten sich schnell in seine Vita: "Der Todesritt der glorreichen Sieben" (1972), "Der letzte Held Amerikas" an der Seite von Jeff Bridges und gemeinsam mit Clint Eastwood in Michael Ciminos Regiedebüt "Die Letzten beißen die Hunde" (beide 1973). Erste Aufmerksamkeit erlangte er in dem Kris Kristofferson-Barbra Streisand-Musikfilm "A Star is born" (1976). 1978 folgte sein größter Erfolg. Als Buddy Holly, einer Rolle zu der er sich persönlich sehr hingezogen fühlte, in Steve Rashs "The Buddy Holly Story" gewann er die Herzen der Zuschauer und erhielt eine Oscar-Nominierung für die beste männliche Hauptrolle. Doch mit dem Ruhm kamen auch die Schattenseiten. Jahrzehntelang kämpfte er gegen eine Kokainabhängigkeit, von der er sich nie so richtig erholte.

In den Achtzigerjahren dümpelte seine Karriere vor sich hin. Er erhielt überwiegend Rollen in Action- und Sportfilmen. Wenn ein Mann mit Kraft und einem gewissen Maß an männlicher Energie, einem brutaler Ausdruck in den Augen und kantigen Gesichtszügen benötigt wurde, dann war Gary Busey die richtige Besetzung. Beruflicher Höhepunkt dieses Jahrzehnts war sein Auftreten als böser, Drogen dealender Vietnam-Veteran in "Lethal Weapon I - Zwei stahlharte Profis" (1986). Zu einer Unterbrechung seiner Karriere kam es, als er sich 1988 bei einem schweren Motorradunfall einen Schädelbruch zuzog. Im Anschluss erhielt er negative Kritik, weil er ohne Helm gefahren war und diese Tatsache in der Presse verteidigte. Ärzte diagnostizierten Busey, der bei dem Unfall eine nahe Todes-Erfahrung hatte, eine Schädigung des Gehirns. Sein seltsames Auftreten in den darauf folgenden Jahren, für das er immer wieder in die Schlagzeilen geriet, seine Auftritte in Talk-Shows und seine pseudo-philosophischen Ansichten unterstützen die Theorie der Ärzte.

1990 kehrte er auf die Leinwand zurück. Neben Danny Glover sah man ihn im wenig erfolgreichen "Predator"-Sequel: "Predator II" (1990). Ein Jahr später an der Seite von Patrick Swayze in "Gefährliche Brandung" (1991). 1992 gemeinsam mit Steven Seagal in "Alarmstufe: Rot" und 1993 in der John Grisham Verfilmung "Die Firma". Mit "Surviving the Game - Hetzjagd durch die Hölle" (1993), "Chasers - Zu sexy für den Knast", "Drop Zone" (beide 1994) und "Acts of Love - Entscheidung aus Liebe" (1995) folgten weitere Filme, die sich durchaus sehen lassen konnten. Außerdem übernahm er Ende der Neunzigerjahre eine Rolle in James Merendinos "The Real Thing" (1997) und Cameo-Auftritte in David Lynchs Meisterwerk "Lost Highway" (ebenfalls 1997) und in Terry Gilliams "Fear and Loathing in Las Vegas" (1998).

Zuvor hatte man Gary Busey wegen Drogenbesitzes verhaftet. Im Anschluss verbrachte er einige Zeit in der Betty Ford Klinik. Außerdem entwickelte er sich zum wiedergeborenen Christen. Der neu entdeckte Glaube half ihm über eine schwere Krebsoperation hinweg, die er 1997 über sich ergehen lassen musste. Der Glaube half ihm aber nicht in seiner Ehe. 2000 wurde er wegen Misshandlung seiner zweiten Ehefrau, der Schauspielerin Tiani Warden, angezeigt. Sie ließ sich daraufhin scheiden. Der schlechte Ruf, der ihm spätestens nach dieser Tat anhaftete, wirkte sich auf die Rollenangebote aus, die nach seinem 60. Geburtstag auch aus Altersgründen immer schlechter wurden. Allein in den Jahren 2004 bis 2006 spielte er in 20 Filmen, die gar nicht erst den Weg in die Kinos fanden, die Hauptrolle. Er etablierte sich als Bösewicht in B-Movies und leider auch als bizarre Persönlichkeit mit eigenartigen Ansichten, die er unter anderem in der Reality Show "I'm with Busey" der Öffentlichkeit mitteilte. 2008 geriet er in die Schlagzeilen, als er am Roten Teppich vor der Oscar-Verleihung Moderator Ryan Seacrest unterbrach und Jennifer Garner - gegen ihren Willen - umarmen und küssen wollte. Weniger Schlagzeilen trächtig baut inzwischen Gary Buseys Sohn Jake seine Karriere auf. Jake stammt aus Gary Buseys erster Ehe mit der Fotografin Judy Helkenberg, mit der er von 1968 bis 1990 verheiratet war. Gemeinsam standen Vater und Sohn erstmals 1977 vor der Kamera. Jake Busey war gerade einmal sechs Jahre alt, als er in Ulu Grosbards Krimidrama "Stunde der Bewährung" sein Debüt als Filmschauspieler gab. Die Entscheidung, eine Karriere beim Film anzustreben, fällte Jake allerdings erst viel später als Teenager.

Weitere Filme und Serien mit Gary Busey: "Dreckiger kleiner Billy" (1972), "Lolly-Madonna XXX", "Hex", "Blood Sport" (alle 1973), "The Execution of Private Slovik", "Anwalt gegen das Gericht" (beide 1974), "You and Me" (1975), "Die verrückteste Rallye der Welt", "A Star Is Born" (beide 1976), "Tag der Entscheidung" (1978), "Jahrmarkt", "Foolin' Around" (beide 1980), "Barbarosa" (1982), "Didn't You Hear...", "Die Chaotenclique" (beide 1983), "Der Bär" (1984), "Insignificance - Die verflixte Nacht", "The Hitchhiker" (TV-Serie, beide 1985), "Stephen Kings Werwolf von Tarker Mills", "Half a Lifetime", "Holt Harry Raus!", "Der Tiger - Die Stunde des Infernos" (alle 1986), "Bulletproof - Der Tiger", "Ein gefährliches Leben" (Mehrtelier, beide 1988), "Stadt der Spieler", "Final Scream - Du bist nicht allein" (beide 1989), "Act of Piracy - Piraterie auf hoher See", "My Heroes Have Always Been Cowboys", "Wild Texas Wind" (beide 1991), "Ein Canvas - fast perfekter Deal", "Chrome Soldiers" (beide 1992), "Der Skalpell-Mörder", "Der Durchstarter", "Night Caller - Der heiße Draht", "Fallen Angels" (TV-Serie, alle 1993), "Infernal Fighter", "Man with a Gun" (beide 1994), "Joeys Team" (1995), "Steel Sharks", "One Clean Move", "Black Sheep - Schwarzes Schaf mit weißer Weste", "No Excape", "Mörderischer Verdacht", "The Rage - Im Rausch der Gewalt" (alle 1996), "Lethal Tender", "Hawaii-Five O", "Die Cuba-Connection", "Rough Riders - Durch die Hölle zum Sieg", "Rough Riders - Das furchtlose Regiment" (alle 1997), "Mörderisches Spiel", "Universal Soldier - Brüder unter Waffen", "Star Force Soldier", "Roadblock - Im Bann der Gewalt", "Das Mädchen gegenüber", "No Tomorrow" (alle 1998), "Hot Boyz", "Walker, Texas Ranger" (TV-Serie), "Rendezvous mit einem Killer", "Jacob Two Two Meets the Hooded Fang", "Shasta McNasty" (TV-Serie, alle 1999), "Glory Glory", "A Crack in the Floor", "Payroll - Korrupt bis in den Tod", "V.R. - Virtual Reality", "Outer Limits - Die unbekannte Dimension" (TV-Serie), "The Huntress" (TV-Serie), "G-Men From Hell" (alle 2000), "Frost: Portrait of a Vampire", "Law & Order" (TV-Serie), "King of the Hill" (TV-Serie, alle 2001), "On the Edge", "Welcome 2 Ibiza", "Schlappschuss 2 - Die Eisbrecher", "Sam & Janet" (alle 2002), "The Prize Fighter", "Russkie v Gorode Angelov" (TV-Serie), "Quigley", "Scorched", "Shadowlands" (alle 2003), "Shade of Pale", "Motocross Kids", "Fallacy", "Lexie", "El padrino", "Border Blues", "Latin Dragon", "Ghost Rock" (alle 2004), "The Hand Job", "The Hard Easy", "Souled Out", "No Rules", "Chasing Ghosts", "The Baker's Dozen", "In den Westen" (TV-Serie), "Buckaroo: The Movie", "A Sight for Sore Eyes", "Esenin" (Mehrteiler), "The Gingerdead Man" (alle 2005), "Descansos", "Tal der Wölfe", "Dr. Dolittle 3" (Sprecher), "Shut Up and Shoot!", "Tom Goes to the Mayor" (TV-Serie), "Soft Target" (alle 2006), "Lady Samurai", "Homo Erectus", "Blizhniy Boy: The Ultimate Fighter", "Succubus: Hell Bent", "Maneater" (alle 2007), "Beyond the Ring", "Nite Tales: The Movie" (beide 2008), "Hallettsville", "Nite Tales: The Series" (TV-Serie, beide 2009).


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