George Roy Hill

Ein brillanter Schauspieler-Regisseur: George Roy Hill Vergrößern
Ein brillanter Schauspieler-Regisseur: George Roy Hill
George Roy Hill
Geboren: 20.12.1922 in Minneapolis, USA
Gestorben: 27.12.2002 in New York, New York City, USA

Eigentlich will George Roy Hill Musiker werden und nach der Schule studiert er auch - zuerst an der Yale Universität, geht dann im 2. Weltkrieg als Hubschrauberpilot zur Navy. Am Trinity College in Dublin setzt er seine Ausbildung fort. Zu seinen Lehrern gehört auch Paul Hindemith. Doch dann interessiert den Doktoranten, der über die Beziehung zwischen der Musik und dem Werk von James Joyce promoviert, in immer stärkerem Maße die Literatur und das Theater. So wird er Mitglied von Cyril Cusacks Bühnen-Ensemble, mit dem er durch irische Theater tourt.

Nach zwei Jahren kehrt er in die USA zurück, wo er mit Margaret Websters Shakespeare Company auf Tournee geht. Hier lernt er seine Ehefrau Louisa Horton, den Star der Truppe kennen. Sein Auftritt in "The Creditors" im Cherry-Lane-Theatre am Off-Broadway wird zu einem großen Erfolg. Dann bedeutet der Ausbruch des Koreakrieges erneut eine Unterbrechung: George Roy Hill kehrt zur Navy zurück.

Während des zweijährigen Einsatzes als Major schreibt er das Fernsehspiel "My Brother's Keeper", eine Geschichte im Milieu des koreanischen Luftkrieges. Hill verkauft das Stück, doch bei der Realisierung spielt er selbst mit. Nach dem Wehrdienst arbeitet er beim Fernsehen anfangs als Autor und Regieassistent, später als Regisseur. 1956 erhält er für Produktion und Regie seines Fernsehspiels "Eine Nacht der Erinnerung" den Preis der amerikanischen Fernsehakademie. Das ist eine der vielen Film- und Fernsehvarianten über den Untergang der Titanic. Große Fernseherfolge werden auch "Die Helen Morgan Story" und eine Fernsehversion über den Nürnberger Kriegsverbrecherprozess "Das Urteil von Nürnberg".

Seine Kinokarriere als Regisseur beginnt er mit "Zeit der Anpassung" (1962). Es ist das erste Mal, dass sich Tennessee Williams an einer Komödie versucht und George Roy Hill gelingt, was vielen Regisseuren dieses uneinheitlichen Stückes versagt blieb: Er bekommt es blendend in den Griff. Es geht um zwei Ehepaare, die sich streiten und beide Paare erkennen mit bewundernswertem Scharfblick, wo bei den anderen die Schwierigkeiten liegen. Das Ganze spielt am Weihnachtsabend, der komplexbeladene frische junge Ehemann besucht einen Kameraden aus dem Koreakrieg, der reich geheiratet hat und dessen Ehe am Ende ist. Mit Hilfe echt amerikanischer Psychologie passiert das Unmögliche: die kaputten Ehen werden geflickt, der Sexualkomplex und alle anderen Schwierigkeiten geheilt.

Tennessee Williams doziert nicht Psychoanalyse als Krankengeschichte, sondern variiert das Ganze heiter und selbstironisch. Wobei sich Richard Brooks, Peter Glenville, Elia Kazan und Sidney Lumet die Zähne ausgebissen hätten, schafft der Newcomer Hill aus dem Stand: Er inszeniert das verrückte Thema perfiderwese als bürgerliches Lustspiel. Diese Mischung aus hinreißender Trivialität und augenzwinkernder Hinterlistigkeit zeichnet auch "Schlachthof 5" (1972) aus und selbst in dem wenig überzeugenden Film "Die Libelle" (1984) über den Konflikt zwischen Israel und Palästina spürt man immer wieder, wo ironische, pfiffige, intelligente Momente von Produzentenwillkür glattgebügelt werden.

Vor allem aber ist Hill immer wieder ein brillanter Schauspieler-Regisseur. "Er hat mehr Verständnis für einen Schauspieler als jeder andere, der mir begegnete" sagt Julie Andrews, die selbst mit einem Regisseur - Blake Edwards - verheiratet ist und einer der Studiogewaltigen der Universal sagt einmal, dass Hill der einzige Regisseur in Hollywoods sei, der aus einem Drehbuch mehr herausholen kann, als drinsteckt. George Roy Hill wird immer wieder für aufwändige Großproduktionen bemüht, sein Ding sind Filme wie "Hawaii" wirklich nicht. Seinen großen Erfolg in Hollywood landet er auch mit zwei vergleichsweise kleinen, aber äußerst erfolgreichen Filmen: "Zwei Banditen" (1968) und "Der Clou" (1973), beide mit Paul Newman und Robert Redford, beide für den Oscar nominiert, den Hill für den "Clou" erhält.

Zu seinen wunderbar komischen, kauzigen Filme gehört schließlich noch "Garp und wie er die Welt sah" von 1982 mit Robin Williams in der Hauptrolle. 1988 versucht er sich mit "Funny Farm" in einer Satire auf die Stadtflucht der Amerikaner nach dem Roman von Jay Cronley. Doch das Drehbuch von Jeffrey Boam bleibt weit hinter den Einfällen des Regisseurs zurück.

Weitere Filme von George Roy Hill: "Puppen unterm Dach" (1962), "Henry's Liebesleben" (1963), "Modern Millie" (1966), "Tollkühne Flieger" (1975), "Schlappschuss" (1977), "Ich liebe dich - I love you - Je t'aime" (1979).

Zur Filmografie von George Roy Hill
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