Hartmut Griesmayr

Hartmut Griesmayr
Bad Berka, Deutschland

Der TV-Regisseur Hartmut Griesmayr verbrachte seine Kindheit in Württemberg und Bayern. Nach dem Abitur 1965 und zwei Jahren bei der Bundeswehr begann er sein Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in Munchen, das er 1970 abschloss. Schnell ergaben sich für den Absolventen bei der Bavaria Film erste Regieaufträge fur Vorabendserien. Zeitgleich drehte er Dokumentationen für den Süddeutschen Rundfunk und Beitrage für "Das kleine Fernsehspiel". 1973 war sein erster großer Fernsehfilm "Der Pendler" zu sehen, der für den Grimme-Preis nominiert wurde.

Fortan schuf sich Hartmut Griesmayr, der nach wie vor in Bayern lebt, zwei Standbeine: Zum einen inszenierte er für erfolgreiche Sendereihen und Serien wie "Tatort" (seit 1979 mehr als 25 Episoden) und "Ein Fall für Zwei" und arbeitete parallel an sozialkritischen Filmen und schwierigen Experimentalstücken wie etwa "See-Leben" (1974). Das Repertoire von Grieswayr reicht längst vom knallharten Thriller uber turbulente Roadmovies bis hin zu Serien. So landete er beispielsweise Volltreffer mit den Mehrteilern "Auf Achse" (1978), "Die Krimistunde" (25 Folgen von 1982 bis 1986) und "Mit Leib und Seele" (1987 bis 1989) und erntete gleichermaßen Lob für anspruchsvollere Stoffe wie "Unser Haus" (1991), "Elsa" (1991) mit Hannelore Elsner, "Der Showmaster" (1993) mit Harald Juhnke sowie "Der andere Wolanski" (1995).

Bei "Elsa", "Ein Herz für Laura" (1994), "Der Wald" (1995), "Das Recht auf meiner Seite" (1996) und "Die einzige Chance" (1997) zeichnete der Regisseur auch für die Drehbücher verantwortlich. Nach "Tödliches Alibi" und dem "Tatort - Engelchen flieg" inszenierte Griesmayr 1999 mit "Bienzle und die blinde Wut" einen weiteren "Tatort" und die TV-Komödien "Am Anfang war der Seitensprung" (1999) und "Am Anfang war die Eifersucht" (2000). Ebenfalls 2000 entstand der TV-Krimi "Stan Becker - Ohne Wenn und Aber". Viele seiner Werke wurden prämiert - u.a. erhielt er bereits vier Mal den DAG Fernsehpreis.

Weitere Filme von Hartmut Griesmayr: "Tatort - Alles umsonst", "Tatort - Ein Schuss zuviel", "Tatort - Schweigegeld" (alle 1979), "Tatort - Streifschuss" (1980), "Tatort - Kindergeld" (1982), "Tatort - Haie vor Helgoland" (1984). "Wilhelm Busch: Wer einsam ist, der hat es gut, weil keiner da, der ihm was tut" (1986), "Tatort - Sein letzter Wille" (1988), "Einer für alle" (1990), "Die Bank ist nicht geschädigt" (1991), "Vier Frauen sind einfach zu viel", "Ein Mann für meine Frau" (beide 1992), "Tatort - Bienzle und die schöne Lau", "Tatort - Bienzle und das Narrenspiel", "Stich ins Herz", "Im Teufelskreis", "Eine Mörderin" (alle 1993), "Tatort - Bienzle und die Feuerwand", "Jackpot" (beide 1995), "Tresko", "Tatort - Heilig Blut", "Ein Mord auf dem Konto" (1996), "Tatort - Brüder", "Ärzte: Kinderärztin Leah" (beide 1997), "Papa, ich hol' dich raus", Tatort - Schüsse auf der Autobahn" (beide 1998), "Polizeiruf 110 - Verzeih mir", "Tatort - Bienzle und das Doppelspiel", "Tatort - Rattenlinie" (alle 2000),"Tatort - Bienzle und der Todesschrei", "Tatort - Du hast keine Chance" (beide 2001), "Polizeiruf 110 - Henkersmahlzeit", "Tatort - Reise ins Nichts", "Polizeiruf 110 - Kopf in der Schlinge", "Tatort - Bienzle und der Tod im Teig" (alle 2003), "Ein Baby zum Verlieben", "Paradies in den Bergen", "Polizeiruf 110 - Barbarossas Rache", "Tatort - Bienzle und der Sizilianer", "Tatort - Bienzle und der steinerne Gast"(alle 2004), "In Liebe eine Eins", "Polizeiruf 110 - Vollgas" (beide 2005), "Tatort - Kunstfehler" (2006), "Tatort - Bienzle und sein schwerster Fall", "Tatort - Bienzle und die große Liebe" (beide 2007), "Schicksalstage in Bangkok" (2009), "Haltet die Welt an", "Schatten der Erinnerung" (beide 2010), "Nur der Berg kennt die Wahrheit" (2011).

Zur Filmografie von Hartmut Griesmayr
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