Jeff Chandler

Sein Markenzeichen war das graue Haar: Jeff
Chandler, hier mit Colleen Miller, in "Des Teufels
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Sein Markenzeichen war das graue Haar: Jeff Chandler, hier mit Colleen Miller, in "Des Teufels Lohn"
Jeff Chandler
Geboren: 05.12.1918 in Brooklyn, New York, USA
Gestorben: 17.06.1961

Der amerikanische Western- und Aktion-Darsteller Jeff Chandler stand von 1947 bis 1962 für über vierzig Filme vor der Kamera, spielte an der Seite von Leinwandschönheiten wie Maureen O'Hara, Rhonda Fleming, Jane Russell, Joan Crawford und June Allyson, stellte dreimal den Apachenhäuptling Cochise dar und wurde für "Der gebrochene Pfeil" (1950) an der Seite von James Stewart für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Daneben war er auch ein erfolgreicher Musiker, schrieb seine Musik selbst, spielte Violine und besaß mit "Chandler Music" eine eigene Musik-Firma.

Ausgebildet wurde Chandler an der renommierten Erasmus High School, die bereits zuvor Ausgangspunkt vieler Film- und Theaterkarrieren war. Ich der Nachbarschaft wohnte auch der spätere Hollywood-Star Susan Hayward, mit dem Chandler seit seiner Kindheit befreundet war. Nach der High School belegte Chandler einen Drama-Kurs und spielte zwei Jahre auf Freilichtbühnen, bevor er in den Zweiten Wetlkrieg zog. Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als Radioreporter, bevor er eine Nebenrolle in der bekannten Eve-Arden-Sitcom "Our Miss Brooks" annahm.

Seine erste Filmrolle spielte er 1947 in "Johnny O'Clock", 1950 sah man ihn in "Abgeschoben" von Robert Siodmak als italo-amerikanischen Gangster, der nach Neapel abgeschoben wird und dort von einer jungen Gräfin alias Marta Toren wieder auf den rechten Weg gebracht wird. Eine gute Figur als israelischer Freiheitskämpfer machte er danach in George Shermans Actionfilm "Schwert in der Wüste" (1949), Hollywoods erster Versuch - mehr als zehn Jahre vor Otto Premingers Monumental-Epos "Exodus" - sich mit der sensiblen Thematik des Palästina-Konfliktes auseinanderzusetzen. Chandler machte seine Sache so gut, dass die Columbia-Studios noch während des Drehs anordneten, seine Rolle sei weiter auszubauen.

1950 schließlich die Rolle, die Jeff Chandlers Filmkarriere verändern sollte, ihn zum Top-Star der Fünfzigerjahre machte: In Delmer Daves "Der gebrochene Pfeil" spielte er zum ersten Mal den sagenhaften Apachenhäuptling Cochise, der gegen die vordringenden weißen Soldaten, Siedler und Abenteurer kämpft, die das Land seiner Väter rücksichtslos an sich reißen. 1952 sah man ihn erneut als Cochise in "Die Schlacht am Apachenpass" von George Sherman. Das dritte und letzte Mal spielte er den Indianerhäuptling in Douglas Sirks "Taza, der Sohn des Cochise".

1951 drehte Chandler erneut mit Delmer Daves, dieses Mal das Drama "Insel der zornigen Götter". Es folgten Western wie Lloyd Bacons "Der große Aufstand" (1953), George Shermans Genrefilm "Verschwörung auf Fort Clark" (1953) war einer der wenigen Western, in denen Chandler einen Weißen spielte. Dagegen war "In den Kerkern von Marokko" (1954) von Joseph Pevney ein Mix von Western und Orientspektakel, in dem sich Chandler mit seiner Partnerin Rhonda Fleming auf eine ausgedehnte Abenteuer-Fantasy-Reise begab. 1959 sah man Chandler in dem spannenden Nachkriegsdrama "Vor uns die Hölle" von Robert Aldrich, die Geschichte von sechs Männern, die sich im zerstörten Berlin einem britischen Major als Spezialgruppe für Bombenentschärfungen zur Verfügung stellen. Einer der letzten Filme von Chandler war der Kriegsfilm "Durchbruch auf Befehl" (1961) von Samuel Fuller, in dem er als amerikanischer General 1944 mit seiner dem Zusammenbruch nahen Truppe im Dschungel von Burma ein von den Japanern gehaltenes Dorf einnehmen soll.

Am 17. Juni 1961 starb er im Alter von nur 42 Jahren bei einer Routineoperation an einer Blutvergiftung. Weitere Filme mit Jeff Chandler: "Vorposten in Wildwest" (1950), "Attila, der Hunnenkönig" (1954), "Goldenes Feuer" (1955), "Drango" (1956, Regie: Hall Bartlett, Jules Bricken), "Kreuzverhör", "Des Teufels Lohn" (beide 1957), "Donner in der Sonne", "Der Herrscher von Kansas" (Regie: Melvin Frank, beide 1959), "Die Plünderer", "David und König Saul" (beide 1960), das Drama "Rückkehr nach Peyten Place" (1961, Regie: José Ferrer).

Foto: Universal

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