Joel Silver

Wer hat meine Brille gesehen? Joel Silver Vergrößern
Wer hat meine Brille gesehen? Joel Silver
Joel Silver
Geboren: 14.07.1952 in South Orange, USA

In Lawrence Kasdans Film "Grand Canyon" spielt Steve Martin einen Produzenten, der blutrünstige Action-Filme dreht, der - von einem Straßenräuber angeschossen - der Gewalt abschwört. Nach der Genesung ist alles vergessen. Kasdan hat dem amerikanischen Produzenten Joel Silver ein kleines ironisches Denkmal gesetzt. Der Mann mit der Hornbrille und dem dichten schwarzen Schnurrbart, meist in unauffällig lockerem Sportdress, wirkt kaum wie ein Medienmilliardär. Er gibt sich ruhig, höflich, zurückhaltend. Unruhe verraten nicht einmal die Augen, die umher kreisen, ohne dass der Blick auf Hektik schließen lässt. Dass er zu Hause ständig unter Strom steht und keine Sekunde ruhig sitzen kann, nicht einmal bei entscheidenden Sitzungen, davon ist bei den Promotionstouren nichts zu spüren.

Seine Filmhelden sind Zyniker wie Bruce Willis in "Last Boy Scout - Das Ziel ist Überleben", Lebensmüde wie Mel Gibson in "Lethal Weapon I - Zwei stahlharte Profis" und Karrieristen wie Denzel Washington in "Ricochet - Der Aufprall", und er glaubt an das Schlechte im Menschen. Vielleicht ist Joel Silver deshalb einer der erfolgreichsten Produzenten der Medienfabrik Hollywood. 1,5 Milliarden Dollar Gewinn konnte er bis 1992 verbuchen mit Filme wie "Stirb langsam", "Nur 48 Stunden", "Lethal Weapon", "Predator", "Und wieder 48 Stunden" und "The Last Boy Scout". Die Flops, die andere erledigt hätten, konnten ihn bestenfalls nur ärgern, überlebt hat er sie alle, von "Xanadu" bis "Hudson Hawk - Der Meisterdieb".

Wie macht man Erfolge? Für Joel Silver eine einfache Antwort: "Casting, Casting, Casting"!" Also es kommt immer darauf an, den richtigen Typ für die richtige Rolle zu haben. Silver ist als Kunstfan bekannt, er verehrt den amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright, der das Guggenheim Museum entworfen hat. Was haben Bildende Kunst und die nüchtern kühlen Kommerzfilme von Joel Silver miteinander zu tun? "Ich mache so kommerzielle Filme wie nur möglich, die mir so viel einbringen, dass ich mein Bedürfnis nach Kunst befriedigen kann."

Für Robert Altmans "The Player", der von Erfolgsfilmen und Erfolgsmenschen wie Silver handelt, hat er nur ein müdes Lächeln übrig. "Hätte Altman den Film gemacht, von dessen Produktion 'The Player' handelt, hätte er wirklich Julia Roberts und Bruce Willis genommen, dann wäre er wesentlich erfolgreicher gewesen." Doch Joel Silver produzierte auch Filme jenseits des Mainstream wie Ethan und Joel Coens "Hudsucker - Der große Sprung". Hier haben sich die Coen-Brüder sogar den Gag erlaubt, Silvers Lieblingsantwort geistreich zu persiflieren. Denn der anwortet auf die häufige Journalistenfrage, warum er immer so viele Explosionen in seinen Film einbaue, am liebsten mit dem Spruch: "For Kids, you know".

Weitere von Joel Silver produzierte Filme (Auswahl): "Straßen in Flammen" (1984), "Road House", "Einsame Entscheidung", "Das Zeitexperiment", "Assassins - Die Killer", "Fair Game" (alle 1995), "Ein Vater zu viel", "Fletchers Visionen", "Cypher", "Lethal Weapon IV - Zwei Profis räumen auf" (alle 1997), "Matrix", "Made Men - Die Abrechnung", "Haunted Hill" (alle 1999), "Romeo Must Die", "Dungeons & Dragons", "Das Ritual - Im Bann des Bösen" (2000), "Exit Wounds - Die Copjäger", "Proximity - Außerhalb des Gesetzes", "Passwort: Swordfish", "13 Geister" (alle 2001), "Ghost Ship" (2002), "Born 2 Die", "Matrix Reloaded", "Matrix Revolutions", "Gothika" (alle 2003), "Countdown - Renn um dein Leben" (2004), "House of Wax", "Kiss, Kiss, Bang, Bang", "V wie Vendetta" (alle 2005), "Veronica Mars" (Serie, 2004-2007), "The Reaping", "Invasion", "Die Fremde in dir", "Fred Claus" (alle 2007), "Moonlight" (Serie, 2007/2008), "Speed Racer", "Rock'N'Rolla" (beide 2008), "The Hills Run Red", "Orphan - Das Waisenkind", "Whiteout", "Ninja Assassin", "Sherlock Holmes" (alle 2009), "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" (2011).

Zur Filmografie von Joel Silver
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