John Badham

Zuverlässiger Mann für gut gemachte Actionfilme:
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Zuverlässiger Mann für gut gemachte Actionfilme: John Badham
John Badham
Geboren: 25.08.1939 in Luton, England

John Badham lernte das Regiefach von der Pike auf: Nach seinem Abschluss an der Yale Universität und der Yale School of Drama saß er im Verwaltungsrat des Theaters von Williamstown, Massachusetts, eines der anerkanntesten Sommer-Theater in Amerika, wo er auch Stücke wie "An Inspector Calls", "Speed the Plough" und "Whose Life Is It Anyway?" inszenierte. Seine Filmkarriere begann er beim Fernsehen. Für eine Episode von "The Senator" und den TV-Film "Anwalt gegen das Gesetz" erhielt er je eine Emmy-Nominierung. Er inszenierte verschiedene Episoden von "Cannon", "Night Gallery", "Kung Fu", "Die Straßen von San Francisco", "Police Story" und TV-Filme wie "Isn1t It Shocking?" (1973) und "Reflections of Murder" (1974).

Sein erster Kinofilm war "Bingo Long" (1976) über eine Truppe von schwarzen Baseballspielern, die sich in diesem "weißen" Sport nach ganz oben durchbeißen. Nachhaltigen Erfolg hatte er dann mit seinem Disco-Märchen "Nur Samstagnacht" (1977), das John Travolta schlagartig zum Star machte. Dem folgte eine der zahllosen "Dracula"-Adaptionen (1979, mit Frank Langella), die heute keinesfalls als schlechteste Verfilmung des Romans von Bram Stoker gilt.

In den Achtziger Jahren machte sich Badham einen Namen als zuverlässiger Regisseur meist actionbetonter Unterhaltungsfilme. Er inszenierte "Das fliegende Auge", "War Games - Kriegsspiele" (beide 1982), "Nummer 5 lebt" (1986), "Die Sieger - American Flyers" (1985), "Die Nacht hat viele Augen" (1987), "Ein Vogel auf dem Drahtseil" (1989), "Auf die harte Tour" (1991) und "Codename: Nina" (1992), das US-Remake von Luc Bessons "Nikita".

In den Neunziger Jahren ließ die Qualität seiner Filme etwas nach, wenngleich er sich meist immer noch über dem Durchschnitt bewegt. Dass seinen jüngeren Werken der große kommerzielle Erfolg versagt blieb, hängt sicher damit zusammen, dass sein Filmstil vom Tempo der Achtziger Jahre dominiert wird. Regisseure wie Michael Bay ("Armageddon") oder Simon West ("Con Air") haben mit ihren weitaus erfolgreicheren Filmen der Action jegliche Logik geopfert, was Badham stets zu vermeiden suchte.

Weitere Filme sind "Die Abservierer" (1993) - ein Nachfolger von "Die Nacht hat viele Augen"-, der zu langsame Skydiver-Actionfilm "Drop Zone" (1994) mit Wesley Snipes und der zu Unrecht gefloppte Thriller "Gegen die Zeit" (1995), der in Deutschland nur auf Video herauskam. 1997 entstand - ebenfalls ein Thriller - "Incognito", der in Deutschland auch nur auf Video erschien. Das gleiche passierte mit "Der lange Weg der Hoffnung" (1998) mit Rosanna Arquette und "Reiter auf verbrannter Erde" (1999). Inspiriert durch seine Erfahrung mit High-Tech in seinen Filmen, hat Badham einige Software-Programme für die Filmproduktion entwickelt.

Weitere Filme von John Badham: "Das ungeduldige Herz" (1971, TV), "No Place To Run" (1972, TV, ungenannt), "The Gun" (1974, TV), "Spuren im Sand" (1974, TV), "The Keegans" (1976), TV), "Ist das nicht mein Leben?" (1981), "Gnadenloses Duell" (2000), "Ocean Warrior" (2001), "Spuren in den Tod" (2002), "The Shield - Gesetz der Gewalt" (Serie), "Footsteps - Die Nacht kennt den Mörder" (beide 2003), "Evel Knievel" (2004), "Blind Justice" (Serie), "Just Legal" (Serie, beide 2005), "Crossing Jordan - Pathologin mit Profil", "Heroes", "Standoff", "Psych", "Las Vegas" (alles Serien, alle 2007).

Zur Filmografie von John Badham
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