Jon Voight

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Schon lange mit dabei: Jon Voight
Fotoquelle: s_bukley/shutterstock.com
Jon Voight
Geboren: 29.12.1938 in Yonkers, New York, USA

Jon Voight besuchte die Archbishop Stephanie High School in Yonkers und die Catholic University in Washington D.C., wo er seinen Abschluss in szenischem Design und Kunst machte. Von 1962 bis 1964 ließ er sich im New Yorker Neighborhood Playhouse unter der Aufsicht des legendären Lehrers Sanford Meisner ausbilden. 1961 gab der 22-Jährige sein Debüt in New York in "0, Oysters", einem Off-Broadway-Musical, das es im Village Gate auf 104 Aufführungen brachte. Kurz darauf übernahm Voight von Brian Davies die jugendliche Hauptrolle des Rolf Grubber in dem Dauerbrenner "The Sound of Music", sein Broadway-Debüt.

1965 ließ er sein Dasein als Musical-Darsteller hinter sich und spielte neben Robert Duvall in der Neuinszenierung von Arthur Millers Drama "A View From The Bridge", das am Sheridan Square Playhouse 780mal aufgeführt wurde. Im darauffolgenden Jahr gab Voight ein Broadway-Gastspiel an der Seite von Irene Pappas und Tyne Daly in Frank D. Gilroys Drama "That Summer - That Fall". Seine Darstellung brachte ihm einen Theatre World Award als eines der vielversprechendsten Talente der Saison 1966-67 ein. Vom Broadway reiste Voight nach San Diego, wo er den folgenden Sommer am Old Globe Theatre den Romeo und den Ariel in "The Tempest" gab.

In Kalifornien wurde sein Interesse am Film geweckt. Er spielte in einigen Folgen der Fernsehserien "Cimarron Strip" und "Rauchende Colts", hatte eine Rolle in dem Wyatt-Earp-Western "Die fünf Geächteten" (1967) und erhielt seine erste Hauptrolle in "Out of It" (1968), der von Edward Pressman und Paul Williams produziert wurde. Der Wendepunkt in seiner Karriere kam 1969, als er für seine bahnbrechende Vorstellung in John Schlesingers "Asphalt-Cowboy" für einen Oscar nominiert wurde und den Schauspielpreis der New York und Los Angeles Film Critics und einen britischen Academy Award gewann. Eine ganze Reihe erinnerungswürdiger Rollen folgte in Filmen wie "Catch 22 - Der böse Trick", "The Revolutionary" (beide 1970), "Beim Sterben ist jeder der Erste" (1972) nach dem Roman "Flußfahrt" von James Dickey, "Ein verdammt netter Junge" (1973), "Abschied von einer Insel", "Die Akte Odessa" (beide 1974) und "Der Richter und sein Henker" (1975).

Während dieser Film-Zeit kehrte Voight dem Theater niemals den Rücken. Er hatte eine Hauptrolle als Stanley Kowalski in Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" am Ahmanson Theatre in Los Angeles. Neun Monate übernahm er den gleichen Part in einer anderen Inszenierung des berühmten Stücks in der Studio Arena in Buffalo, New York. Überdies war er in mehreren Produktionen als Hamlet zu sehen. In "Coming Home - Sie kehren heim" (1978) sollte Jon Voight ursprünglich den Ehemann von Jane Fonda, einen Vollblut-Soldaten, spielen. Es gelang ihm jedoch, Fonda und den Regisseur Hal Ashby davon zu überzeugen, die Rolle des verbitterten, querschnittsgelähmten Luke Martin übernehmen zu dürfen. Diese unvergessliche, absolut kompromisslose Schauspielleistung brachte Voight den Academy Award, einen Golden Globe, den Schauspielerpreis der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und die Schauspieler-Awards der Filmkritik in New York und Los Angeles ein.

Auf "Coming Home" folgten "Der Champ" (1979), in dem er mit Faye Dunaway und dem achtjährigen Ricky Schroeder spielte, "Zwei in der Tinte" (1982), bei dem er auch als Produzent und Co-Autor in Erscheinung trat, und "Ein Tisch für Fünf" (1983), den er produzierte. Seine meisterhafte Arbeit in "Express in die Hölle" (1985) brachte ihm seine dritte Oscar-Nominierung und eine Nominierung für einen London Film Critics Award ein. Danach kam eine bewegende Performance in "In der Hitze von Nevada" (1986). 1991 spielte Voight den Dr. Robert Gale in dem Kabel-TV-Film "Tschernobyl - Die letzte Warnung". Für seine Darstellung in dem Kabel-TV-Film "The Last of His Tribe" (1992) wurde er mit einem Ace Award geehrt. In der CBS-Serie "Wildes Land" hatte Jon Voight eine Rolle als Captain Woodrow F. Call. Zu seinen weiteren Arbeiten für das Fernsehen zählen das Showtime-Drama "Brownwood Prison - Rodeo hinter Gittern" und "Der geheimnisvolle Ritter", bei dem er nicht nur als Produzent und Hauptdarsteller, sondern erstmals auch als Regisseur auftrat. Seine nächste Arbeit "Crystal Sky" wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Preis für den besten Kinderfilm bei der Berlinale.

1995 sah man Voight an der Seite von Robert De Niro und Al Pacino in dem Thriller "Heat" und nur kurz darauf mit Tom Cruise in Brian De Palmas Blockbuster "Mission Impossible" (1996). 1997 erlebte man Jon Voight auf der Leinwand in dem Schocker "Anaconda", dem Berlinale-Beitrag "Rosewood Burning" und in Oliver Stones "U-Turn - Kein Weg zurück" (1997). Überdies war er in "America's Most Wanted" (1997) und Francis Ford Coppolas John-Grisham-Verfilmung "Der Regenmacher", in Tony Scotts Actionthriller "Der Staatsfeind Nr. 1" (1998), in John Irvins "Arche Noah - Das größte Abenteuer der Menschheit" (1999) sowie in John Boormans Drama "Der General" (1999) zu sehen.

Weitere Filme mit Jon Voight: "Fearless Frank" (1967), "Avatar - Wiedergeburt des Bösen" (1990, auch Buch), "Anschlag auf die Rainbow Warrior" (1993), "Der Macher - Im Sumpf der Korruption" (1997), "Robbie und Matt außer Rand und Band" (1997), "Varsity Blues" (1999), "A Dog Of Flanders" (1999), "Second Spring" (2000, TV), "Lara Croft: Tomb Raider" (2001) - hier spielt er den Vater seiner wirklichen Tochter Angelina Jolie -, "Pearl Harbor" (2001), "Ali" (2001), "Unleashed" (2001), "Jack And The Beanstalk" (2001, TV-Mini-Serie), "Das Geheimnis von Green Lake" (2003), "Der Manchurian Kandidat", "Das Vermächtnis der Tempelritter" (beide 2004), "Spiel auf Sieg" (2005), "Transformers", "Das Vermächtnis des geheimen Buches" (beide 2007), "24: Redemption" (2008), "Transformers - Die Rache" (2009), "Getaway" (2013).


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