Olivia Wilde

Wurde als "Dreizehn" in "Dr. House" bekannt: Olivia Wilde. Vergrößern
Wurde als "Dreizehn" in "Dr. House" bekannt: Olivia Wilde.
Fotoquelle: CarlaVanWagoner/shutterstock.com
Olivia Jane Cockburn
Geboren: 10.03.1984 in New York, USA

Wer sie nicht schon als Alex Kelly aus der zweiten Staffel der erfolgreichen Teenagerserie "O.C., California" kennt, dem ist sie spätestens seit ihrem Auftritt als "Dreizehn" in der quotenstarken Arztserie "Dr. House" ein Begriff: Olivia Wilde. Ihre ausdrucksstarken Augen, das markante und dennoch bildhübsche Gesicht sorgen dafür, dass sie im Gedächtnis bleibt. Wer sie einmal gesehen hat, der weiß wer sie ist und erkennt sie jederzeit wieder - selbst wenn sie mit Johanna von Orleans-Frisur, plakativ geschminkt in ein hautenges, sehr aufwändiges Latexkostüm gepresst wird. So geschehen für ihre Rolle der furchtlosen Kriegerin Quorra in dem "Tron"-Sequel "Tron: Legacy", das im Januar 2011 in die deutschen Kinos kam. Dass sie im Zuge der diversen Premierenfeiern auf den roten Teppichen, die man für sie ausrollte, eine weitaus bessere Figur machte, steht außer Frage. Doch sie gab der Rolle in der erfolgreichen Science-Fiction-Verfilmung genau die richtige Dosis an Sexappeal und Kampfgeist mit und füllte nicht nur den Latexanzug voll und ganz aus. Dass sie in dem ganzen technischen Spektakel ein bisschen blass blieb, lag weder an ihrem Make-up, noch an ihrem Outfit und schon gar nicht an ihrer schauspielerischen Leistung.

Olivia Wilde hat Ehrgeiz und das nötige Talent. Sie sieht gut aus und präsentiert sich geschickt in den Medien. Eine Begabung, die ihr - vielleicht - von ihren Eltern in die Wiege gelegt wurde. Beide Elternteile sind erfolgreiche und durchaus bekannte Journalisten. Geboren wurde sie als Olivia Jane Cockburn und bereits als Zweijährige wollte sie Schauspielerin werden. Ein Traum, der im Lauf der Zeit Wirklichkeit wurde. Bevor sie 2005 erstmals vor der Kamera stand - für Marilyn Freeman schlüpfte sie in deren Film "Meeting Magdalene" in die Titelrolle - studierte sie kurze Zeit Schauspiel an The Gaiety School of Acting in Dublin. 2003 heiratete die strahlende Schönheit den italienischen Adligen Tao Ruspoli. Ihren Künstlernamen "Wilde" wählte sie in Anlehnung an ihren großen irischen Landsmann - Olivia besitzt neben der US-amerikanischen Staatsangehörigkeit auch die irische - Oscar Wilde.

Ihr Ehrgeiz reicht so weit, dass sie - Medienberichten zufolge - mehr als einen Monat am Set von "The Girl Next Door" rumgelungert haben soll, bis man ihr endlich einen kleinen Part in der heiteren Highschool-Komödie überließ. Im Anschluss erhielt sie eine Hauptrolle in der US-amerikanischen Serie "Skin". Doch weder die Handlung - eine Art "Romeo und Julia" - noch die Darsteller konnten überzeugen, die Serie wurde nach drei von acht Episoden aus dem Programm gekickt. Für Olivia Wilde war dies kein Beinbruch. Ihre Karriere ging kontinuierlich weiter. 2004 stand sie zum ersten Mal für die bereits erwähnte Serie "O.C., California" vor der Kamera und einmal mehr gelang ihr etwas, was vielen anderen Darstellern aus der Reihe rund um die verwöhnten Kids des titelgebenden Ortes nicht gelang: Sie blieb in Erinnerung und bekam weitere Engagements. Bevor sie in der 13 Folgen umfassenden Serie "The Black Donnellys" erneut in eine Hauptrolle schlüpfte, sah man Olivia in Hans Canosas "Conversations with Other Women" (2006) an der Seite von Aaron Eckhart und Helena Bonham Carter, und gemeinsam mit Bruce Willis und Emile Hirsch in Nick Cassavetes' Drama "Alpha Dog - Tödliche Freundschaft". Außerdem hatte sie einen kleineren Auftritt in "Camjackers", während sie in Scott Lews "Bickford Shmeckler's Cool Ideas" und John Stockwells "Turistas" (alle 2006) jeweils eine der Hauptrollen übernahm.

Fast zeitgleich mit ihrem ersten Auftritt als "Dreizehn" an der Seite von "Dr. House" startete John Herzfelds Action-Streifen "Let's kill Bobby Z" in den US-Kinos. Während sie als Dr. Remy Hadley relativ schnell das gesamte Publikum - und den grantigen Mediziner, der gekonnt von Hugh Laurie gespielt wird - in den Bann ziehen und bald schon weltweite Bekanntheit erlangen konnte, fiel der überkonstruierte Actionfilm nur eingefleischten Fans auf und bei der breiten Masse durch. Ebenso schlecht war auch Harold Ramis' Komödie "Year One - Aller Anfang ist schwer" (2009), während Paul Haggis' Thriller "72 Stunden - The Next Three Days" weitaus bessere Kritiken erhielt. In beiden Produktionen blieb sie eher im Hintergrund. Um sich voll und ganz auf die Dreharbeiten zu "Tron: Legacy" und "Cowboys & Aliens" (2011) konzentrieren zu können, pausierte sie 2010 bei "Dr. House" und verließ die Serie - vorübergehend - zu Beginn der siebten Staffel. 2010 wurde auch bekannt, dass Olivia Wilde und ihr Ehemann getrennte Wege gehen. 2011 reichte sie die Scheidung ein. Grund genug für ein Aufbrodeln in der Gerüchteküche. Meldungen über neue Partner machten schnell die Runde. Dass Olivia sich auch für Werbeaufnahmen eignet und auch als Fashion-Ikone einen bleibenden Eindruck hinterlässt, konnte sie nicht nur bei Dreharbeiten zu einem Werbespot für eine Parfum-Marke unter Beweis stellen, sondern auch bei diversen Modeaufnahmen für eine Vielzahl von Modezeitschriften, auf dessen Cover sie es schon längst geschafft hat. Wer der attraktiven Darstellerin jedoch Oberflächlichkeit vorwirft, der liegt vollkommen falsch: Olivia Wilde ist Veganerin, sie engagiert sich als Mitglied von Los Angeles Filmmaker's Cooperative (LAFCO) für den Frieden und unterstützte 2008 gemeinsam mit ihrem Schauspielkollegen Kal Penn die Präsidentschafts-Kandidatur Barack Obamas.

Weitere Filme mit Olivia Wilde: "Fix" (2008), "The Ballad of G.I. Joe" (Kurzfilm, 2009), "Weird: The Al Yankovic Story" (2010), "In Northwood", "Der Dieb der Worte" (beide 2011), "Der unglaubliche Burt Wonderstone", "Rush - Alles für den Sieg", "Her" (alle 2013).


Zur Filmografie von Olivia Jane Cockburn
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