Richard Harris

Immer eine schwer lastende Figur: Richard Harris drehte Filme ganz unterschiedlicher Qualität Vergrößern
Immer eine schwer lastende Figur: Richard Harris drehte Filme ganz unterschiedlicher Qualität
Fotoquelle: Everett Collection/shutterstock.com
Richard Harris
Geboren: 01.10.1930 in Limerick, Irland
Gestorben: 25.10.2002 in London, England, Großbritannien

Der stürmische Rebell - im Leben wie im Beruf - wird 1963/64 gleich durch zwei Filme international bekannt: zum einen als Rugbyspieler Frank Machin in Lindsay Andersons "Lockender Lorbeer", wofür er beim Festival in Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet wurde und eine Oscar-Nominerung erhielt, zum anderen als Corado Seller, Partner von Monica Vitti in Michelangelo Antonionis "Die rote Wüste". Doch schon vorher war er in Tay Garnetts "Aufstand im Morgengrauen" (1960) als irischer Freiheitskämpfer neben Robert Mitchum aufgefallen. Hinter dem offenen Blick aus stahlblauen Augen liegt Entschlossenheit, auch Trotz. Er ist der Böse und der Gute, aber immer eine schwer lastende Figur.

Richard Harris besuchte die Jesuitenschule und anschließend die Academy of Music and Dramatic Arts in London. Mitte der 50er Jahre tritt er Joan Littelwoods Theatre Workshop Company bei. Sein Bühnendebut gibt er 1956 in "The Quare Fellow", den ersten großen Theatererfolg hat er 1959 im Westend-Theater als "Ginger Man". Im Kino sieht man Richard Harris zum ersten Mal als jungen irischen Liebhaber in Cyril Frankels "Alive And Kicking" (1958), darauf folgen zahlreiche kleinere, aber auffällige Rollen: in den Michael-Anderson-Filmen "Ein Händedruck des Teufels" mit James Cagney und "Die den Tod nicht fürchten" mit Gary Cooper und Charlton Heston (beide 1959).

Schließlich gehört er zur Mannschaft der beiden Großproduktionen "Die Kanonen von Navarone" (1961) von Jack Lee Thompson und "Meuterei auf der Bounty" (1962) von Lewis Milestone. Danach häufen sich die Erfolgsfilme, in denen er große Rollen spielt: den Kain in John Hustons "Die Bibel" (1964), den Freund-Feind von Charlton Heston in Sam Peckinpahs "Sierra Charriba" (1964) und den norwegischen Widerstandskämpfer an der Seite von Kirk Douglas in "Kennwort 'Schweres Wasser'" (1965) von Anthony Mann. Man sieht ihn neben Charlton Heston in George Roy Hills "Hawaii" (1965), und er spielt den König Arthur in Joshua Logans Historien-Musical "Camelot" (1967). Er ist der Streikbrecher neben Sean Connery in Martin Ritts Bergarbeiterdrama "Verflucht bis zum jüngsten Tag" (1970) und spielt die Titelrolle in "Cromwell" (1969) unter Ken Hughes.

Als Killer steht er in John Frankenheimers "König Ballermann" (1974) vor der Kamera, als Bomben-Spezialist in Richard Lesters "18 Stunden bis zur Ewigkeit" (1974), als König Richard Löwenherz an der Seite von Sean Connery Audrey Hepburn in Richard Lesters "Robin und Marian" (1976) und als Peachum neben Robert Duvall in Menahem Golans verunglücktem "Dreigroschenoper"-Film "Mack the Knife - der Film" (1990). Er ist der skrupellose Wissenschaftler in Sam Shepards "Schweigende Zunge" (1993), er spielt in Bille Augusts schwerfälliger Bestsellerverfilmung "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (1997) und in Ridley Scotts Monumentalfilm "Gladiator".

Zu großem Publikumsruhm aber kommt er 1969 als der von Indianern gefangene Aristokrat, der in dem Film "Der Mann, den sie Pferd nannten" von Elliot Silverstein selbst zum indianischen Krieger wird. Harris spielt die Rolle noch in den zwei Fortsetzungen "Der Mann, den sie Pferd nannten II" und "Triumph des Mannes, den sie Pferd nannten" (1982). Eine seiner entbehrlichsten Rollen spielt er an der Seite von Bo Derek in "Tarzan, Herr des Urwalds" (1981). Mit "Blomfield" hatte Richard Harris 1972 ein schwaches Regiedebüt gegeben, erfolgreicher war er als Schallplattenstar. 1990 kehrte er an die Londoner Bühnen zurück und spielte den Falstaff in "Henry IV".

Weitere Filme mit Richard Harris: "A Terrible Beauty" (1960), "Sieben gegen die Hölle" (1960), "Carol for Another Christmas" (1964, TV), "Die drei Gesichter einer Frau" (1964), "Caprice" (1966), "The Circle" (1967), "Verflucht bis zum jüngsten Tag" (1970), "The Snow Goose" (1971, TV), "Ein Mann in der Wildnis" (1971), "The Deadly Trackers" (1973), "Die Uhr läuft ab" (1975), "Echos eines Sommers" (1976), "Robin und Marian" (1976), "Cassandra Crossing", "Gullivers Reisen", "Die Wildgänse kommen", "Orca, der Killerwal", "Rendezvous mit dem Tod" (alle 1977), "Zum Überleben verdammt" (1978), "Fort Travis", "To Noumero", "Spiel der Geier" (alle 1979), "Your Ticket Is No Longer Valid" (1981), "Highpoint Buster" (1984), "Flucht zurück" (1984), "Maigret" (1988, TV), "Strike Commando 2" (1989), "König der Winde" (1989), "Das Feld" (1990), "Stepping Out" (1991), "Die Stunde der Patrioten" (1992), "Erbarmungslos" (1992), "Die Bibel - Abraham" (1993), "Walter & Frank - Ein schräges Paar" (1993), "Cry, The Beloved Country" (1995), "Wie kommt man schnell ans große Geld" (1993), "The Great Kandinsky" (1995, TV), "Trojan Eddie" (1996), "Der Glöckner von Notre-Dame" (1997), "This Is the Sea"(1998), "Grizzly" (1998), "Der Barbier von Sibirien" (1999), "To Walk with Lions" (1999), "The Royal Way" (2000), "Montecristo", "Harry Potter und der Stein der Weisen" (beide 2001), "Julius Caesar" und "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" (beide 2002).


Zur Filmografie von Richard Harris
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