Richard Pryor

Komiker aus den USA: Richard Pryor Vergrößern
Komiker aus den USA: Richard Pryor
Richard Pryor
Geboren: 01.12.1940 in Peoria, Illinois, USA
Gestorben: 10.12.2005 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Mit seinem Auftritt in der "Ed Sullivan Show" wird er 1966 über Nacht bekannt, das amerikanische Fernsehpublikum liegt ihm zu Füßen und als er 1972 an der Seite von Diana Ross in Sidney J. Furies "Lady Sing the Blues" spielt, wird er für den Oscar nominiert. Das ist bereits seine sechste Kinorolle. Doch Pryor ist nicht nur ein beliebter Schauspieler, Preise erhält er auch als Drehbuchautor von Mel Brooks' "Is' was, Sheriff?" (1973), für "Lily" (1974), sowie für Schallplattenaufnahmen wie "That Nigger's Crazy" (1974) und "Bicentennial Nigger" (1976).

Doch dann kommt 1980 eine Wende in seiner Karriere. Pryor erleidet einen sehr schweren Unfall wegen seines extremen Drogengenußes. Er hat versucht, aus Kokain und Äther das leicht entflammbare "Freebase" zu mischen, der Stoff explodiert direkt vor seinen Augen. Lebensgefährliche Verbrennungen dritten Grades auf der Hälfte des Körpers sind die Folge. Es dauert lange, bis sich der Schauspieler vom Schock und den Folgen der Verletzung erholt.

Sehr langsam baut er seine angeknackste Karriere wieder auf. Man sihet ihn in Richard Lesters "Superman III - Der stählerne Blitz" (1983), in "The Toy - Der Spielgefährte" (1982), in "Die Glücksjäger" (1989) und in seinem Regiedebüt "Harlem Nights" (1991), schließlich sieht man ihn noch einmal 1997 in "Lost Highway". Doch da hat sich Richard Pryor schon fast endgültig vom Kino zurückgezogen. Er ist an Multiple Sklerose erkrankt und der Zerfall ist schleppend, aber stetig. Pryor war fünfmal verheiratet und wurde jedesmal geschieden.

Der pfiffige junge Mann arbeitet als Pförtner und Handlanger, bevor er 1958-60 seinen Militärdienst in Deutschland ableistet. Da tritt er bereits in Soldatenclubs mit kleinen Skeches auf. Wieder zu Hause kann man ihn im New Yorker Café "Wha?" sehen. Seine Auftritte machen Furore, sehr scharf sind seine Attacken in Bezug auf Rasse, Sex, Drogen. Mitte der 60er Jahre holt man ihn vor die Fernsehkamera.

Dann kommt das Kino: In einer Jugendgang in "Wild in den Straßen" (1968), unter Feuerwehrleuten an der Seite von John Wayne in Andrew V. McLaglens "Die Unerschrockenen" (1969) oder in John Waynes "Die grünen Teufel" (1967).

Unter der Regie seines Freundes Michael Schultz spielt er in dem Musical-Hit "Car Wash - Der ausgeflippte Waschsalon" (1976), den er auch mitgeschrieben hat, im gleichen Jahr ist er der Partner von Gene Wilder in Arthur Hillers "Trans-Amerika-Express" und bei Paul Schrader in dem kritischen Gewerkschaftsfilm "Blue Collar - Kampf am Fließband" - eine seiner besten Rollen. Er arbeitet als Gag-Autor für Komiker wie Lily Tomlin und Flip Wilson und ist in den 70er Jahren einer der populärsten farbigen Entertainer und wird das Vorbild für Eddie Murphy. Schließlich ist er Co-Autor und Regisseur des weitgehend biographischen Films "Jo Jo Dancer - Your Life is Calling" (1985).

Weitere Filme mit Richard Pryor: "Samstagnacht im Viertel der Schwarzen" (1974), "Stock Car Race - Höllenjagd auf heißen Pisten" (1977), "Das verrückte California-Hotel" (1978), "Muppet Movie" (1978), "Zwei wahnsinnig starke Typen" (1980), "Das andere Ich" (1991), "Eine Sippschaft zum Ermorden" (1996), "Ich beide & sie" (2000, ungenannt).

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