Stephen King

Schreibt jeden Tag an seinen Büchern: Stephen King   Vergrößern
Schreibt jeden Tag an seinen Büchern: Stephen King  
Stephen King
Geboren: 21.09.1947 in Portland, Maine, USA

Mit einer Buchauflage von inzwischen mehr als 200 Millionen Exemplaren ist er der meistgelesene Horrorautor aller Zeiten: Stephen King. 25 Romane, rund 100 Kurzgeschichten, vier Geschichtensammlungen, ein Sachtuch und ein knappes Dutzend Filmdrehbücher schrieb er bisher. Ein halbes Dutzend seiner Werke sind unter den 25 meistverkauften Büchern der 80er Jahre. Längst reicht allein sein Name, um dem Autor Vorschüsse in Millionenhöhe fur noch nicht Geschriebenes zu garantieren. Und King kommt sogar dann beim Publikum an, wenn er unter einem Pseudonym schreibt, wie seine Erfahrungen als "Richard Bachman" zeigen (z. B. "Running Man", 1987).

Stephen King, der zweite Sohn von Ruth und Donald King geboren, war erst zwei Jahre alt ist, als sein Vater die Familie verließ. Seine Kindheit verbrachte Stephen zwischen Fort Wayne, Indiana, Massachusetts und Maine. Bereits im Alter von sieben Jahren begann Klein-Stephen Geschichten zu schreiben, aber erst als er 1959 eine Kiste mit Horror- und Sciencefiction-Büchern im Haus seiner Tante findet, wird sein Interesse geweckt. Sechs Jahre später wird seine erste Geschichte "I was a Teenage Grave Robber" im "Fanzine Comics Review" veröffentlicht.

Während seiner Studienzeit an der University of Maine in Orono traf er seine jetzige Frau, Tabitha Spruce und heiratet sie 1971, ein Jahr nach Beendigung seines Studiums. Im Herbst 1971 begann King als Englischlehrer an der Hambon Public High School in Maine zu unterrichten. An den Abenden und am Wochenende schrieb er Kurzgeschichten und begann an einer Geschichte über ein Mädchen mit telekinetischen Fähigkeiten zu schreiben. Als die Geschichte namens "Carrie" fertiggestellt war, legte er das Manuskript einem Verlag vor, wo es eine mittlere Sensation auslöste. Die erfolgreiche Veröffentlichung des Buchs 1974 brachte King die hohe Summe von 400000 Dollar ein. Dadurch war King in der Lage, seine Lehrerstelle aufzugeben und sich nur noch auf das Schreiben zu konzentrieren.

"Carrie - Des Satans jüngste Tochter" wurde 1976 für eine relativ geringe Summe von 1,8 Millionen Dollar verfilmt. Zum Erstaunen aller spielte der Film 15 Millionen Dollar ein und wurde zwei Mal fur den Oscar nominiert. Der Film, so wie das Buch, beförderten King in die Top Liga der Horror-Schreiber, etablierte Brian De Palma als Regisseur, verwandelte die unbekannte Sissy Spacek in einen Star und war das Karrieresprungbrett für John Travolta, Nancy Allen und Amy Irving.

Zumeist sind es die eigene Vergangenheit, die Familie, Freunde, die Orte seiner Kindheit und Begebenheiten, die Stephen King zu seinen meist gruseligen Fiktionen inspirieren. King, der trotz seines Erfolges durch und durch Mittelklasse-Amerikaner geblieben ist, schreibt jeden Tag vier Stunden an einem seiner Bücher. Um Geld geht es ihm schon seit dem Tag nicht mehr, als ihn "Carrie" mit Verspätung - von existenziellen Sorgen befreite.

Die Verfilmungen seiner Werke sorgten von Anfang an ebenfalls fur Furore - hier einige Beispiele: Nach "Carrie" folgten "Shining" (1979), den Stanley Kubrick mit Jack Nicholson inszenierte, "Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers" (1986) und "Misery" (Oscar und Golden Globe für Hauptdarstellerin Kathy Bates). Stephen Kings "The Stand - Das letzte Gefecht" erreichte 1994 als Miniserie höchste Einschaltquoten in den USA. 1995 wurde Kings Drama "Die Verurteilten" insgesamt sechs Mal für den Oscar nominiert, ungemein sehenswert ist auch "Dolores" (1995).

2001 verfilmte Jay Holben ("Midnight Dreamer", 1995) den Stephen-King-Schocker "Paranoid" und auch weitere aktuelle Romane des Horror-Meisters werden verfilmt: "Hearts in Atlantis" und "Desperation". Schon seit Längerem gilt der Stephen King als Fan des Internet. 2000 veröffentlichte der Kultautor seine neueste Kurzgeschichte ausschließlich digital. Von seinem Buch "The Girl Who Loved Tom Gordon" veröffentlichte King bereits zwei Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart eine Internetversion. Der Erfolgsautor lebt mit seiner Frau Tabita King und seinen drei Kindern Owen Phillip, Joseph Hillstrom und Naomi Rachel King in Bangor/Maine.

Weitere Filme nach Büchern von Stephen King, in denen er oft auch in kleinen Rollen zu sehen war: "Creepshow - Die unheimlich verrückte Geisterstunde" (1982), "Dead Zone", "Christine" (beide 1983), "Stephen King's Der Feuerteufel", "Kinder des Zorns" (beide 1984), "Rhea M. - Es begann ohne Warnung" (1985, Kings bislang einzige Regiearbeit), "Katzen-Auge" (1985), "Stephen King's Werwolf von Tarker Mills" (1986), "Salem 2 - Die Rückkehr" (1987), "Friedhof der Kuscheltiere" (1989), "Geschichten aus der Schattenwelt", "Stephen Kings 'Es'", "Stephen Kings Nachtschicht" (alle 1990), "Manchmal kommen sie wieder", "Stephen King: Kinder des Zorns II" (beide 1991), "Der Rasenmäher-Mann", "Stephen King's Schlafwandler" (beide 1992), "Stephen King's Stark" (1993), "Stephen King's Tommyknockers", "Needful Things - In einer kleinen Stadt", "Stephen King: Kinder des Zorns III - Das Chicago-Massaker" (alle 1993), "The Stand - Das letzte Gefecht", "Die Verurteilten", "Stephen King: The Mangler" (alle 1994), "Stephen King's Langoliers", "Manchmal kommen sie wieder II" (beide 1995), "Kinder des Zorns IV: Mörderischer Kult" (1996), "Stephen Kings Thinner - Der Fluch", "Stephen King's The Shining", "Stephen Kings The Night Flier", "Trucks - Out of Control", "Stephen King's Quicksilver Highway" (alle 1997), "Kinder des Zorns V: Feld des Terrors", "Der Musterschüler" (beide 1998), "Manchmal kommen sie wieder III", "Stephen Kings Sturm des Jahrhunderts", "The Green Mile" (alle 1999), "Stephen Kings Haus der Verdammnis" (2001), "Carrie" (Neuverfilmung, 2002), "Dreamcatcher", "Stephen King's Kingdom Hospital: Das Reich der Finsternis" (Serienpilot, beide 2003), "Das geheime Fenster" (2004), "Stephen Kings Desperation" (2006), "Zimmer 1408", "Der Nebel" (beide 2007).

Zur Filmografie von Stephen King
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