Susanne Lothar

Susanne Lothar mit ihrem langjährigen Ehemann
Ulrich Mühe in "Das tödliche Auge" Vergrößern
Susanne Lothar mit ihrem langjährigen Ehemann Ulrich Mühe in "Das tödliche Auge"
Susanne Lothar
Geboren: 15.11.1960 in Hamburg, Deutschland
Gestorben: 25.07.2012 in Berlin, Deutschland

"Umso schwieriger eine Rolle ist, desto mehr reizt sie mich", beschrieb Susanne Lothar einmal die Faszination ihres Berufes. Sie spielte die schwierigen und gebrochenen Charaktere, die Außenseiter wie die behinderte Marga in dem Film "Eisenhans" von Tankred Dorst - 1983 wurde sie dafür mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet -, die "Lulu" in der gleichnamigen Theaterinszenierung (1988) von Peter Zadek oder die Jüdin Esther in der Fernsehreihe "Zweite Heimat (1993). Verletzbar und stark - so liess sich nicht nur das Spiel Susanne Lothars beschreiben, sondern auch ihr Leben. Sie wurde oft als Extremschauspielerin bezeichnet, weil sie sich in ihre Rollen mit Haut und Haar einbrachte.

Die einzige Tochter des Schauspieler-Ehepaars Hanns Lothar und Ingrid Andree studierte Schauspiel an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg, ihre Darstellungen in "Fegefeuer in Ingolstadt“ und "Skandal in Chioggia“ am Hamburger Thalia-Theater brachten ihr 1981 den Boy-Gobert-Preis. 1982 wechselte sie nach Köln, wo sie u.a. als Gretchen in Goethes "Faust" auftrat. Zurück in Hamburg wurde sie mit der oben schon erwähnten Titelrolle in Zadeks Inszenierung von Wedekinds "Lulu" berühmt, die ihr glänzende Kritiken einbrachte. Seither spielte sie ohne festes Engagement an den großen Bühnen zwischen Hamburg, Stuttgart, Berlin, Wien und Salzburg.

Nach ihrem Einstieg ins Filmgeschäft mit Tankred Dorsts Fernsehfilm "Eisenhans" (1982) sah man die Darstellerin seit den Neunzigerjahren in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen, nebenbei spielte sie jedoch weiterhin immer wieder Theater. Als schwangere Lena sah man sie etwa in Markus Imhoffs Drama "Der Berg" (1990), in dem sie sich zwischen zwei Männern entscheiden muss. Ebenfalls 1990 entstand der Psychothriller "Das Geheimnis des gelben Geparden", in dem Susanne Lothar von ihrem Film-Ehemann alias Pierre Malet mit der schönen Miriam alias Iris Berben betrogen wird und ständig das Opfer merkwürdiger Unfälle wird.

Nach einer kleineren Rolle in dem hervorragend besetzten Politthriller "Der demokratische Terrorist" (1992) besetzte sie Regisseur Detlef Rönfeldt in seinem Kriminalfilm "Das tödliche Auge" an der Seite von Ulrich Mühe, den sie 1997 heiratete und der bis zu seinem viel zu frühen Tod im Juli 2007 ihr Ehemann bleiben sollte. Mit Mühe stand sie auch für das Psychodrama "Engelchen" (1995) vor der Kamera, in dem sie eine einsame und sensible Fabrikarbeiterin verkörperte, die endlich das bereits lange ersehnte Kind bekommen soll. Als sie es verliert, raubt sie ein fremdes...

Wieder ein Psychothriller war "Blutige Scheidung - Mein Mann läuft Amok" (1997), in dem Susanne Lothar neben Ulrich Tukur in die Rolle einer alleinerziehenden Mutter schlüpfte, die endlich den Mann fürs Leben gefunden zu haben glaubt. Doch das Zusammenleben mit ihm erweist sich als ein wahrer Albtraum. Ebenfalls 1997 stand sie für Michael Haneke, mit dem sie schon 1996 in "Das Schloss" zusammengearbeitet hatte, für den Psychothriller "Funny Games" vor der Kamera. In beiden Filmen war sind erneut an der Seite von Ulrich Mühe zu sehen. Dagegen stand sie in dem TV-Film "Die blauen und die grauen Tage" (1999) als Tochter von Inge Meysel vor der Kamera, die als hochbetagte Lotte Hansen zunehmend von Demenzerscheinungen geplagt wird. Ebenfalls eine TV-Produktion war "Vom Küssen und vom Fliegen" (1999).

Natürlich war Susanne Lothar auch 2001 in dem Krimi "Der letzte Zeuge - Gerichtsmediziner Dr. Kolmaar" zu sehen, denn den Gerichtsmediziner verkörperte kein geringerer als ihr Mann Ulrich Mühe, der diese Rolle auch in der erfolgreichen TV-Serie spielte. Auch Michael Haneke erinnerte sich an die darstellerischen Qualitäten von Lothar und besetzte sie noch im gleichen Jahr in seinem Drama "Die Klavierspielerin". Ein Highlight in Susanne Lothars Karriere war weiterhin ihre Mitwirkung in dem hervorragend besetzten und von Kritik und Publikum gefeiertem Drama "Der Stellvertreter" von Constantin Costa-Gavras.

Weitere Filme mit Susanne Lothar: "Winckelmanns Reisen" (1990), "Tatort - Himmel und Erde", "Inspektor Sarti" (Sechsteiler, beide 1993), "Geschäfte" (1994), "Der Sohn des Babymachers", "Schnellschuss" (beide 1995), "Die Stunden vor Morgengrauen", "Hollister" (beide 1996), "Der Mörder meiner Mutter", "Abschied in den Tod", "Einfach raus", "Tatort - Traumhaus" (alle 1999), "Bonhoeffer - Die letzte Stunde", "Anwalt Abel - Salut Abel!" (beide 2000), "Die achte Todsünde: Toskana-Karussell" (2002), Tatort - Der Teufel vom Berg", "Schneeland" (beide 2004), "Unter dem Eis" (2005), "Die österreichische Methode" (2006), "Fleisch ist mein Gemüse", "Morgen räum ich auf", "Tatort - Der glückliche Tod", "Der Vorleser", "Und ewig schweigen die Männer" (alle 2008), "Der Tiger oder was Frauen lieben!", "Das weiße Band", "Die Auflehnung" (alle 2009), "Die kommenden Tage", "Morgen musst Du sterben", "Nemesis" (alle 2010), "Wer wenn nicht wir", "Bloch - Inschallah", "Die verlorene Zeit" (alle 2011), "Polizeiruf 110 - Die Gurkenkönigin", "Staub auf unseren Herzen" (beide 2012).

Zur Filmografie von Susanne Lothar
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