Ulrike C. Tscharre

Ulrike C. Tscharre als femme fatale in "Lösegeld" Vergrößern
Ulrike C. Tscharre als femme fatale in "Lösegeld"
Fotoquelle: WDR/Oliver Feist
Ulrike Claudia Tscharre
Geboren: 15.05.1972 in Bad Urach, Deutschland

Sie ist die Frau, die Misel Maticevic in dem spannenden Krimidrama "Lösegeld" (2012) in aller Seelenruhe den Kopf verdreht, um an einen Beutel Diamanten zu kommen: Ulrike C. Tscharre. Die aus dem ländlichen Baden-Württemberg stammende Darstellerin, die nach der Schule zunächst ein Literaturstudium begann, schließt sich in dieser Zeit einer freien Theatergruppe an, und erhält schon nach kurzer Zeit eine Rolle an einem kleinen Theater. Tscharre schmeißt das Studium und beginnt eine Ausbildung an der Akademie für Darstellende Kunst in Ulm, die sie jedoch nach zwei Jahren abbricht, kleinere Engagements in Stuttgart und Bregenz folgen.

Erstmals im Fernsehen sieht man die attraktive Darstellerin in Serien wie "Nesthocker - Familie zu verschenken" (2001) und "Verbotene Liebe", bevor sie in Klaus Armbrusters Dokumentarspiel "Pöhlers Passagen" (2002) eine Kneipenbedienung gibt, die eine Liebesbeziehung zu dem Wanderfotografen Friedrich Pöhler pflegt. Nun ließ auch das erste Kino-Engagment nicht mehr lange äuf sich warten, denn schon im Jahr darauf verkörperte Tscharrre in der Komödie "Schöne Frauen" eine von fünf Schauspielerinnen, die sich bei einem Casting treffen, dieses jedoch sausen lassen, um ans Meer zu fahren. In diese Zeit fallen auch drei kleine "Tatort"-Aufttitte von Tscharre, jeweils an der Seite von Dietz Werner Steck als Bienzle: "Bienzle und der Tag der Rache" (2002), "Bienzle und der steinerne Gast" (2004) sowie "Bienzle und der Feuerteufel" (2005).

Nach weiteren Serien-Episoden-Auftritten ("Ina & Leo", "Unsere zehn Gebote", "Das Duo") und einer kleinen Nebenrolle in dem Kriminalfilm "Mörderische Erpressung" (2005) verpflichtete sie kein Geringerer als Regisseur Dominik Graf für seine "Polizeiruf-110"-Folge "Er sollte tot" (2006), in dem sie an der Seite von Edgar Selge und Michaela May vor der Kamera stand. Doch noch war Tscharre der große Durchbruch nicht gelungen, so dass weitere Serienauftritte ("Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei", "Notruf Hafenkante", "Hilfe! Hochzeit! - Die schlimmste Woche meines Lebens") zunächst weiterhin ihren Drehplan bestimmten. Wie sagt man so schön: Sie war jung und brauchte das Geld!

Nach weiteren mehr oder wenigen gelungenen TV-Filmen war es schließlich die Rolle der Marion Beimer in der Langzeitserie "Lindenstraße", die Ulrike C. Tscharre einem breiten TV-Publikum bekannt machte. 38 Folgen lang verkörperte sie die älteste Tochter von Helga und Hans Beimer, bevor auch mit diesem Engagement Schluss war. Denn nun folgte nach einer Rolle in dem Kölner "Tatort" "Tatort - Rabenherz" Dominik Grafs zehnteiliger Krimi "Im Angesicht des Verbrechens" (2010), der auf der Berlinale als das Krimi-Ereignis des Jahres gefeiert, 2010 mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Mehrteiler ausgezeichnet wurde und der Tscharre das erste Mal an der Seite des oben bereits erwähnten Misel Maticevic zeigte. Klasse ist übrigens auch Tscharres Auftritt als Steuerprüferin in "Tatort - Herrenabend" (2011), auf die Kommissar Thiel alias Axel Prahl ein Auge geworfen hat.

Weitere Filme und Serien mit Ulrike C. Tscharre: "Pfarrer Braun: Braun unter Verdacht", "Die Copiloten", "Wiedersehen in Verona" (alle 2007), "Post Mortem", "SOKO Kitzbühel", "Doctor's Diary - Männer sind die beste Medizin" (alles Serien, 2008), "Der kleine Mann" (Serie), "Das total verrückte Wochenende", "Crashpoint - 90 Minuten bis zum Absturz", "Der Dicke" (Serie), "SOKO Köln" (Serie), "Richterin ohne Robe" (alle 2009), "Letzter Moment", "Katie Fforde: Harriets Traum" (beide 2010), "Flemming", "Der letzte Bulle" (beides Serien), "Tatort - Der illegale Tod" (alle 2011), "SOKO Leipzig" (Serie), "Mord in Eberswalde", "Stiller Abschied" (alle 2012), "Eine verhängnisvolle Nacht" (2013).


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