Ursula Strauss

Ursula Strauss
Geboren: 25.04.1974 in Pöchlarn, Melk, Österreich

Wenn Ursula Strauss aufspielt, ist gute Film- und Fernsehunterhaltung garantiert. Gut, dass sie von ihren frühen Lebensplänen abgesehen hat. Denn aufgewachsen in Plöchern, entschloss sie sich, nach der Matura an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik einen neuen Weg als Schauspielerin einzuschlagen. Inzwischen steht sie ihren talentierten Landsfrauen wie die griechischstämmigen Adele Neuhauser oder Franziska Weisz in nichts nach. Denn wie ihre Kolleginnen zählt auch Ursula Strauss zu den stark aufspielenden und gern engagierten Film- und Fernsehdarstellerinnen des deutschsprächigen Raums.

1993 zog es sie nach ihrer Matura nach Wien. Drei Jahre lang besuchte sie dort die Schauspielschule Volkstheater und hatte das Glück, direkt im Anschluss in dem Theater für verschiedene Rollen engagiert zu werden. Ihr Talent sprach sich herum, danach folgten mehrere Engagements. Sie spielte am Hoftheater Gossam, auf der St. Pöltner Bühne im Hof, trat bei den Melker Sommerspielen auf und war Teil des Wiener Ensemble Theater. Nach ihren Darbietungen in dem kleinen Theater Drachengasse und im Theater in der Josefstadt zog es sie an das Theater Kiel, ehe sie Rollenangebote des Stadttheater Klagenfurt sowie des Teata in Köln annahm.

1999 startete sie ihre Filmkarriere, 2000 debütierte sie in dem österreichischen Gesellschaftsdrama "Gelbe Kirschen". Daraufhin sollte ihre erste Hauptrolle nicht lange auf sich warten lassen - in dem Episodenfilm "Böse Zellen" stellte sie ihr Können unter der Regie von Barbara Albert unter Beweis, drei Jahre später arbeiteten sie in dem Drama "Fallen" erneut miteinander.

2008 wurde Ursula Strauss eine ganz besondere Ehre zuteil. Für ihre Hauptrolle in "Revanche" erhielt Ursula Strauss auf dem Grazer Filmfestival "Diagonale" für ihre schauspielerische Leistung und ihren "bemerkenswerten Auftritt" den Spezialpreis der Jury. Und das, obwohl auf dem Filmfestival bis zu dem Zeitpunkt keine Schauspielpreise (mit Ausnahmen im Jahr 1999) vergeben wurden. Nach ihr sollte sich das ändern. Seither wird der "Diagonale"-Schauspielpreis jährlich vergeben. Außerdem wurde sie 2008 mit "Revanche" zur Berlinale eingeladen und war 2009 für den Auslands-Oscar nominiert.

Ein weiterer Höhepunkt ihrer Karriere war - nach einigen Gastauftritten in diversen Fernsehserien - ihr Engagement in der morbid-skurrilen österreichischen Krimiserie "Schnell ermittelt" (2009 bis 2012). Als Kommissarin Angelika Schnell erhielt Ursula Strauss 2010 die Romy, eine der renommiertesten Fernsehpreise Österreichs. Nur ein Jahr später sollte sie mit der gleichen Auszeichnung zur beliebtesten Schauspielerin gekürt werden. Unter dem Titel "Fast Forward" wurde die Serie auch international vermarktet. Ursula Strauss' Lauf hielt an: Für ihren Auftritt in Elisabeth Scharangs Drama "Vielleicht in einem anderen Leben" gewann Ursula Strauss 2012 den Österreichischen Filmpreis.

Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin engagiert Strauss sich in der Kulturszene. So übernahm sie 2012 erstmals den Kuratoren-Sitz des Herbst/Winter-Festivals "Wachau in Echtzeit". Darüber hinaus hat sie seit Oktober 2013 gemeinsam mit Stefan Ruzowitzky die Präsidentschaft über die Akademie des Österreichischen Films inne. 2013 stand sie in der Episode "Unter Verdacht - Mutterseelenallein" in der beliebten deutschen Kriminalfilm-Reihe "Unter Verdacht - Verdecktes Spiel" mit Senta Berger vor der Kamera. Auch dort weiß Strauss durch ihr souveränes Spiel zu überzeugen.

Weitere Filme mit Ursula Strauss: "Kommissar Rex" (Serie, 2004), "Crash Test Dummies", "Zwei Weihnachtshunde", "Kotsch", "Kampl" (alle 2005), "SOKO Kitzbühel" (Serie, 2005), "Novotny und Maroudi" (Serie), "Die Geschworene", "Krankheit der Jugend" (alle 2007), "Ein halbes Leben", "Die Liebe ein Traum" (beide 2008), "Live is Life - Die Spätzünder", "Tatort - Kinderwunsch" (beide 2009), "Aufschneider", "Willkommen in Wien" (beide 2010), "Mein bester Feind", "Die Abstauber", "Ruhm" (alle 2011), "Spuren des Bösen - Racheengel", "Oktober November", "Alles Schwindel", "Tod in den Bergen" (alle 2012), "Live is Life - Der Himmel soll warten", "Oktober November" (beide 2013).

Foto: ZDF/Oliver Roth

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