"Betriebsratverseucht", das Unwort des Jahres, doch, wir hatten es schon mal gehört. Aber entweder haben wir es gedanklich der neoliberalen Sumpfblüten-Flora zugeordnet oder sind selbst schon ein wenig abgestumpft. Jedenfalls tut es gut, sich die Unwörter seit 1991 in Erinnerung zu rufen.
Es ergibt sich ein Art zynisches Alphabet: ausländerfrei, ethnische Säuberung, Überfremdung, Peanuts, Diätenanpassung, Rentnerschwemme, Wohlstandsmüll, sozialverträgliches Frühableben, Kollateralschaden, national befreite Zone, Gotteskrieger, Ich-AG, Tätervolk, Humankapital, Entlassungsproduktivität, freiwillige Ausreise, Herdprämie, notleidende Banken - und zuletzt für 2009 betriebsratverseucht. tl