| Thema der Woche |
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Dabei richtet sich das Interesse auf Häuser und Eigentumswohnungen aus dem Bestand. Die Zahl neu erstellter Immobilien ist dagegen weiterhin gering. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass Neubauten mittlerweile rund ein Drittel teurer sind als Gebrauchtimmobilien. Und das, obwohl gebrauchte Häuser zunächst mehr oder weniger aufwändig modernisiert werden müssen.
Die meisten Käufer nutzen den Eigentumswechsel für die Verbesserung der Gebäudesubstanz. Nach einer Infratest-Studie geben sie dafür im Schnitt 32000 Euro aus. Dabei reicht das Spektrum der Maßnahmen von der Modernisierung (60 Prozent) über Instandsetzungsmaßnahmen (49 Prozent) bis hin zu Ausbauten und Erweiterungen (20 Prozent).
Doch wo setzt die Modernisierung konkret an? Die beliebtesten Maßnahmen sind: Wärmedämmung der Fassade, Erneuerung der Heizungsanlage, Einbau von Wärmeschutzverglasung sowie wassersparende Umbauten.
Dämmen bleibt Spitzenreiter, und das ist kein Wunder. Dach- und Fassadendämmung kann die Energiekosten um 40 Prozent senken. Es ist möglich, jede Fassade nachträglich mit einer Dämmung zu versehen. Die Energieagentur NRW unterscheidet vier Arten der Fassadendämmung.
Das Wärmedämmverbundsystem oder die Thermohaut bestehen aus Dämmstoffplatten, die mit Klebemörtel direkt auf den vorhandenen Außenputz geklebt werden. In der Regel werden die Dämmplatten zusätzlich verdübelt. Darüber wird eine Schicht mit Armierungsmörtel und -gewebe aufgebracht. Die Armierung gleicht Temperaturspannungen aus und dient als Grundlage für den Außenputz. Die Stärke der Dämmstoffplatten sollte bei bestehenden Gebäuden zwölf Zentimeter nicht unterschreiten.
Für eine Thermohaut kommen alle Putzfassaden, aber auch sanierungsbedürftige Ziegelfassaden in Frage. An Stelle eines Putzes kann auch eine Riemchenverblendung aufgebracht werden, so dass das Aussehen des Gebäudes beibehalten wird.
Vorhangfassaden gehören zu den traditionellen Bauweisen, die in ländlichen Gegenden immer noch eingesetzt werden. Dabei dienen regionaltypisch Holzschindeln, Bretter oder Schieferplatten als Verkleidung. Sie wurden in der Vergangenheit oft als Witterungsschutz, aber auch zur Verschönerung der Fassade eingesetzt.
Bei einer nachträglichen Kerndämmung wird der vier bis acht Zentimeter breite Hohlraum zwischen den Mauerschalen mit einem wasserabweisenden Schüttdämmstoff im Einblasverfahren gefüllt.
Bei Gebäuden mit denkmalgeschützten Fassaden darf häufig keine Dämmung von außen aufgebracht werden. Hier ist die Innendämmung oft die einzige Möglichkeit, um den Wärmeschutz zu verbessern. Die Dämmung wird von innen an der Außenwand aufgebracht. Somit liegt das Mauerwerk auf der kalten Seite der Dämmung. Um Feuchteschäden zu vermeiden, sollte die Dämmung durch eine Dampfsperre auf der Innenseite ergänzt werden. Diese Dichtungsebene muss sorgfältig ausgeführt werden, denn durch undichte Stellen kann feuchtwarme Raumluft in die Dämmung dringen. Die Luft kondensiert zwischen Dämmung und kalter Außenwand. Das kann zu Pilzbefall führen.
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Der Einbau neuer Fenster ist nur ein Schritt der Modernisierung eines Altbaus, denn neue Fenster beseitigen die Energieprobleme wie Wärmebrücken nicht. Dennoch lassen hochwärmegedämmte Fenster mit Dreifachverglasung 50 Prozent weniger Energie entweichen.
Schließlich lässt sich schon mit wenig Geld Wasser im Haushalt einsparen. Mit Duschsparköpfen, modernen Toilettenspülunggen kann der Wasserverbrauch in einem Vier-Personen-Haushalt um mehrere zehntausend Liter Wasser im Jahr senken, das heißt um 45 bis 60 Prozent. fh
Foto: f1 online, Illustration: Archiv