| Garten |
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Die Jugend entdeckt den Designer-Gartenzwerg, der damit sein Spießer-Image abgelegt hat. Und so wird der Wichtelmann in schrägen Internet-Shops als Heinz in Pink für Garten und Balkon angeboten. Hollywoodverdächtige Exemplare kommen sogar im Glitzerlook daher und wer es edel liebt, bekommt den Zwerg in Porzellan mit Goldauflage.
Im Gartenfachhandel dagegen überwiegen die altvertrauten Kameraden mit Besen und Schubkarre. Auch die Schmuddeltypen, die als Mini-Exhibitionisten oder Hitler-Imitatoren Gärten verunstalten, können mit der neuen Designer-Garde nicht mithalten, denn nur die hat Kultpotenzial.
Doch nicht nur der Zwergen-Freund kommt in diesem Jahr auf seine Kosten. Zu den ungewöhnlichen Gartentrends für 2010 zählen beispielsweise Outdoor-Teppiche und modulare Gartenmöbel in Naturtönen wie Cappuccino oder aber auch - um Akzente zu setzen - in Orange. Moderne Gartenmöbel sind dank selbstreinigender Oberflächen nicht nur im Grünen einsetzbar. Je nach Bedarf wandern Sessel, Tisch und Stuhl von der Terrasse schnell mal ins Wohnzimmer.
Hochwertige Grills bleiben im Trend und entwickeln sich zu Küchen auf Rädern - Holzkohler ist out. Die Grill-Neuheiten werden mit Gas oder Strom betrieben, was auch Nachbarn freuen wird.
Dazu passt das Revival des Küchengartens. Kräuter kommen direkt vom Beet auf den Grill. Übrigens, in England ist man schon weiter, wie Pläne einer aufwändigen Freiluftküche beweisen, die auf der Chelsea Flower Show in London vorgestellt wurden. In wasserdichten Hochbeet-Behältern wachsen Kräuter in Griffweite von Töpfen und Pfannen, und Pflücksalate sprießen in Steinwolle an der Küchenwand. Auf dem Londoner Rasen trafen Gartenfreunde auch auf einen alten Bekannten, den Garden Egg Chair des in Ungarn geborenen Designers Peter Ghyczy. Den Sessel gibt es seit 40 Jahren. In diesem Jahr begeistert er in der Trendfarbe Orange. fh
Foto: Hersteller