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Freiheit, die wir meinen


Prisma-Chefredakteur Detlef Hartlap
¿T?
Ist das die Freiheit, die wir meinen: Stahlträger aus U-Bahnschächten zu verhökern? Unversteuertes Geld in Hehlerstaaten zu bunkern? Schutzbefohlene Kinder zu missbrauchen? Man ist so frei.

Prinzipiell hat Freiheit nicht die größte Lobby. Keine Partei traut sich, mit dem Thema Freiheit zu punkten; ganz so, als ob wir genug davon hätten. Leichter tut man sich mit Überwachungen, dem Ausdenken von Vorschriften, Einschränkungen, Gängeleien. Geblieben ist die Freiheit des Konsums, sofern sie nicht an den Penunzen scheitert. Historisch sind in Deutschland die Versuchungen der Unfreiheit, der Ideologien, immer stärker gewesen als der Wille zur Freiheit.

Aber zeigen nicht die Verfehlungen oben, wie sehr es der Vorschrift und Kontrolle bedarf? Wohl wahr. Doch zeugen gerade diese Beispiele von der peinlichsten aller Unfreiheiten – der Schwierigkeit, auch mal nein zu sagen.


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