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Niederlande - Fietsen, fahr voran!

Reisen im Land der unbegrenzten Fahrradrouten

Auf Schiermonnikoog tut's der Leuchtturm, sonst weist überall im Land das perfekt ausgeschilderte Wegenetz die Richtung
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Bloß kein Spott: Mit den holländischen Bergen ist nicht zu spaßen. Um ehrlich zu sein, sollte man besser von Hügeln sprechen. Sie können jedoch echte Wadenbeißer sein. Die meisten davon liegen in der Provinz Limburg, die wegen der Ausläufer von Ardennen und Eifel augenzwinkernd als "kleine Schweiz" firmiert. So schaltet jeder Radfahrer bei der 16-prozentigen Steigung des Keutenbergs bei Schin op Geul freiwillig ein paar Gänge zurück und ist froh, wenn der Wind nicht noch von vorne bläst.

Radfahren in den Niederlanden ist für manche Überraschung gut. Wer ahnt schon, dass 16 Millionen Einwohner 18 Millionen Räder besitzen und dass sich mehr als 20000 Kilometer ausgeschilderte Radrouten durch das Land schlängeln!

Jedenfalls fördern solche Zahlen das Verständnis für die sprichwörtliche Vorliebe des Niederländers, in jeder Lebenslage mehr oder minder entspannt in die Pedalen seines Fietse zu treten: zum Kindergarten mmit Mamas "bakfiets", zur Arbeit auf der soliden Gazelle, in den Park auf dem klapprigen Drahtesel.

Das ganze Land ist durch das feinmaschige Netz von Fern- und Regionalrouten erschlossen. Die Landelijke Fietsroutes (LF) geben mit klarer Beschilderung die große Richtung vor. Zusammen mit den regionalen Netzwerken und deren nummerierten Knotenpunkten, Info-Tafeln und Entfernungsanzeigen findet der Radurlauber eine nutzerfreundliche Infrastruktur für seine flexible Routenplanung vor. So kann er sich auf die Sehenswürdigkeiten am Weg konzentrieren oder angesichts einer Schlechtwetterfront den Weg abkürzen.

Ob Küste, Heide, Wald oder Polder - jede Region bietet Spezielles. So finden Besucher an den Eingängen zum Nationalpark De Hoge Veluwe 1700 Fahrräder zur kostenlosen Nutzung vor. In der Veluwe lässt sich bequem vom Auto aufs Rad oder zu einem anderen Sportgerät wechseln: An den Orientierungspunkten (TOPs) in Overijssel und der Achterhoek parkt man kostenlos und steigt auf Fahrrad, auf Inlineskates, ins Kanu oder schlicht in die eigenen Wanderstiefel um. Geografische Karten erleichtern die Orientierung auf den hier startenden Routen (www.grenzerlebnisse.de).

Die grenznahen Provinzen punkten mit Themenrouten. In den Provinzen Gelderland und Overijssel stehen zum Beispiel mehrere Schlösserrouten zur Auswahl, in Limburg führt der Weg an Gutshäusern und Weinbergen vorbei.

Nicht nur Urlauber, auch Profi-Radler zieht es in die Niederlande. Der Giro d'Italia beginnt am 8. Mai 2010 in Amsterdam, die Tour de France am 3. Juli in Rotterdam. bär

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Foto: Dutch Image/Jurjen Drenth


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