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Der Erstinfekt mit diesem hochansteckenden Varizella-Zoster-Virus erfolgt meist über Tröpfchen- oder Schmierinfektion in der Kindheit. Die entstehenden Windpocken hinterlassen nach Abheilung eine lebenslange Immunität. Die Erreger bleiben jedoch im Nervengewebe gleichsam als Schläfer lebendig und werden oft in späteren Jahren reaktiviert. Dies kann bei geschwächtem Immunsystem, übermäßigem Stress oder UV-Bestrahlung geschehen. Dann kommt es zum Herpes zoster.
Zwei bis drei Tage vor den ersten Hautzeichen treten manchmal starke Schmerzen im Bereich des betroffenen Hautabschnitts auf (oft an Arm, Bauch, Lenden, Nacken). Die sich dann bildenden reiskorngroßen Bläschen entleeren eine virusenthaltende Flüssigkeit und verschorfen schließlich.
Eine äußerst schmerzhafte Neuralgie kann nach Abheilen des Hautausschlages über lange Zeit bestehen bleiben. Therapeutisch sind virushemmende Medikamente und schmerzlindernde Maßnahmen wichtig. Möglich ist auch, sich vorbeugend gegen die Reaktivierung der Gürtelrose impfen zu lassen.