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Je nachdem, wo dieser Schmerz auftritt, fördert er rasch den falschen Verdacht auf einen Herzinfarkt, eine Gallen- oder Nierenkolik oder einen Bandscheibenvorfall.
Erst eine Blutuntersuchung erlaubt die sichere Diagnose: Gürtelrose. Die genannten Symptome weisen auf die seltene Form des "Herpes zoster sine herpete" hin, der Gürtelrose ohne Hautmerkmale. Diese Variante kommt ohne typische Hautrötung, Bläschenbildung und abheilende Verschorfung daher, wie sie bei der "normalen" Gürtelrose auftreten (siehe Heft 23/2010).
Eine spezielle Behandlung gegen das Virus ist bei der schweren Form der Gürtelrose unverzichtbar. Gleiches gilt, wenn die eingangs aufgezählten Symptome an Kopf und Hals, bei immungeschwächten Menschen oder bei Betroffenen ab dem 50. Lebensjahr auftreten. Ansonsten kann die nervenbedingte Hauterkrankung von selbst heilen. Die Gabe eines Schmerzmittels wirkt allerdings erleichternd.