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AUSSTELLUNG
Bunte Götter
Berlin Weißer Marmor, im warmen Mittelmeerlicht glänzend: Dieses Bild prägt unsere Vorstellung von der Antike bis heute. Man ist fasziniert von der Reinheit des Materials und von der Schlichtheit des Aussehens, die eine Konzentration auf die perfekten Formen erlaubt. Und doch waren antike Städte und Heiligtümer von einer bunten Farbigkeit, die den modernen Betrachter irritiert, ja zuweilen schockiert. Aussagen antiker Autoren und archäologische Funde belegen, dass sowohl Skulpturen als auch Bauten mit Farbauftrag versehen waren. Reste dieser Bemalungen wurden mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht und die Ergebnisse in farbig gefassten Rekonstruktionen von Skulpturen in Gips, Kunst- oder Gussmarmor unter Verwendung originaler Farbpigmente umgesetzt. Die 2003 in München initiierte und über die Jahre in zahlreichen Stationen im In- und Ausland weiter bereicherte Ausstellung wird nun in einer der weltweit bedeutendsten Sammlungen antiker Bilderwerke, jener der Antikensammlung im Pergamonmuseum gezeigt. Eine interessante Besonderheit der Berliner Präsentation ist die Gegenüberstellung der hochberühmten "Berliner Göttin", einer Statue des 6. Jhs. v. Chr., mit der farbigen Rekonstruktion eines fast zeitgleich entstandenen Standbildes, der "Phrasikleia" des Athener Nationalmuseums. Beide Skulpturen zeigen reiche Reste einer flächigen Bemalung und bieten ein anschauliches Bild der archaischen Skulptur in allen gestalterischen Details. Noch bis zum 3. Oktober 2010.
Pergamonmuseum
AUSSTELLUNG
Kunst als Motiv
Köln Die Rasterpunkte des Pop Art Meisters Roy Lichtenstein (1923-1997) sind weltberühmt. Nach Motiven aus der Comic- und Konsumwelt schuf Lichtenstein Gemälde, die er aus Punkten und Farbflächen zusammensetzte. In der Ausstellung im Museum Ludwig sind nun noch ganz andere Seiten seines Oeuvres zu entdecken: In rund 100 Exponaten, überwiegend großformatigen Gemälden sowie begleitenden Zeichnungen und Skulpturen wird seine Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Stilrichtungen von Expressionismus und Futurismus bis Bauhaus, Art déco oder der Landschaftsmalerei Ostasiens nachvollziehbar. Werke und stilistische Eigenarten von Künstlerheroen wie Monet, Matisse, Mondrian und Dalí tauchen als Themen und Versatzstücke auf, von Lichtenstein gleichermaßen ironisch wie meisterhaft in seiner eigenen Bildsprache interpretiert. Auch Picasso erscheint in diesen Verarbeitungen in völlig neuem Licht, wird zum Pseudo-Comic, der das klischeehafte Bild des Künstlers spiegelt. Die eindrucksvollen Gemälde aus der Serie der "Brushstrokes" zeigen nichts als gigantische, stilisierte Pinselstriche. Sie zeugen von Lichtensteins grundlegender Reflexion über Malerei und können als Kernstück der Ausstellung verstanden werden. 2. Juli bis 3. Oktober 2010, Museum Ludwig.
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KONZERT
Tina Dico & Band
Dortmund 2001 veröffentlichte Tina Dico ihr Debüt-Album "Fuel". Von da an nahm ihre Karriere langsam aber stetig Fahrt auf. Als die Dänin mit 23 Jahren nach London zog, wo sie niemanden kannte, war es auch ihre kreative Neugier, die sie ins Ungewisse zog. Die Stadt bot ihr die Inspiration, die sie suchte, und sie machte sich schnell als Songwriterin einen Namen. Es folgten weitere Alben bei ihrem eigenen Label, Musikpreise beim Dänischen "Grammy" als beste Songwriterin, als beste Komponistin bei den "Danish Music Critics Awards" sowie Nummer-1-Platzierungen in den Dänischen Charts, wo sie selbst U2 und Coldplay von den Spitzenplätzen verdrängte. Konzerthaus Dortmund, 8. Oktober 2010.
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KONZERT
Nichts passiert
Kamenz, Lausitz Von wegen! Silbermond, die Pop-Rocker aus Bautzen in Sachsen, sind in diesen Wochen mit ihrer "Nichts passiert - Sommertour 2010" unterwegs. Unterstützt werden sie von JENIX, der Newcomer-Formation aus Zittau. Silbermond covert deren Hit "Here we go again". Der Erlös der gemeinsamen Single fließt in soziale Projekte. JENIX und Silbermond spielen live am 18. September 2010 in Kamenz, Lausitz.
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Der Tiger kommt
Berlin Wo ist der Freak in uns? fragt die "Tiger Lillies Freakshow" und gibt vom 27. September bis 23. Oktober 2010 ihre Antwort im Wintergarten Varieté in Berlin. Die Musik-Avantgardisten kombinieren Provokation und Poesie, Varieté und Theater, halsbrecherische Akrobatik und verzaubernde Artistik. Sie selber nennen sich "Accordeon Driven Criminal Castrati's Anarchic Brechtian Blues Trio".
Weitere Erklärungen: www.tigerlilliesfreakshow.com
Foto: Veranstalter