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AUSSTELLUNG

60 Jahre James Rizzi – Die weltgrößte Gratis-Ausstellung des New Yorker Pop-Art-Künstlers

Oberhausen James Rizzi ist bekannt für seinen farbenfrohen Stil. Seine Werke sind voll von Lebensfreude und Energie. Einen Rizzi haben viele Menschen zu Hause und wissen es gar nicht. 2008 gestaltete der New Yorker Künstler vier deutsche Sonderbriefmarken aus der Serie "Post" unter dem Motto "Grüße für jeden Anlass". Jetzt präsentiert des CentrO im Rahmen der RUHR.2010 und anlässlich des 60. Geburtstages des renommierten Künstlers weit über 400 Exponate. Als besondere Kunstwerke werden unter anderem ein VW Beetle und ein Stück der Berliner Mauer  – beide im Rizzi-Stil verschönert – die Ausstellung bereichern. Vom 10. September bis 30. Oktober 2010.
Weitere Informationen

Fundgeschichten

Köln 1400 Kilometer nördlich von Rom schleicht sich vor 2000 Jahren ein unbekannter Hundefreund in der Dunkelheit an die Innenseite der römischen Stadtmauer in Colonia Claudia Ara Agrippinensium. In seinen Armen trägt er ein totes Tier. Der Mann ist heimlich unterwegs, denn es ist nach römischem Recht verboten, Menschen oder gar Tiere im Stadtgebiet zu begraben. Doch der Unbekannte will seinen geliebten Gefährten nicht vor den Toren der Stadt am Rhein verscharren. Er schaufelt ein Grab, bettet den Kopf auf ein Stück Leder, Vorder- und Hinterläufe ordnet er so, als würde sein treuer Freund schlafen. Um dem Hund die Reise ins Jenseits zu erleichtern, gibt er ihm noch einen Trinkbecher mit auf den Weg. Damals ein sehr kostbarer Gegenstand, der darauf schließen lässt, dass unser Tierfreund vermögend war. Schließlich legt er eine schützende Abdeckung aus gehobeltem Kiefernholz auf das Grab. 2000 Jahre später wird in Köln der Untergrund für den U-Bahn-Bau aufgerissen. Dabei taucht am Kurt-Hackenberg-Platz das Skelett des Hundes auf. Das Tier wurde etwa fünf Jahre alt, 54 Zentimeter groß und war ein Rüde. Experten sehen Ähnlichkeit mit dem Deutschen Bracken, einer modernen Jagdhundrasse. Ein ungewöhnlicher Fund, denn Tierbestattungen in Germanien waren selten. Das ist auch der Grund, warum der Fund seinen Weg in die Ausstellung "Fundgeschichten. Archäologie in Nordrhein-Westfalen" (bis 14. November 2010, täglich außer montags) fand.
www.fundgeschichten.de

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KLASSIK

La Bohème

Düsseldorf "Ich will die Welt zum Weinen bringen." Mit "La Bohème" ist dies Giacomo Puccini (1858–1924) zweifellos gelungen. Denn wer wäre nicht gerührt von dem Schluss der Oper, von dem verklärten Abschiednehmen zweier Liebender, von der Macht der Empfindungen, die erst im Wissen um die Vergänglichkeit ihre heftigste Wirkung entfaltet. Dieses Schwelgen in Gefühlen lässt leicht vergessen, dass ihr eigentlicher Nährboden das Elend ist. Denn der Dichter Rodolfo und seine Freunde sind Bohèmiens, Angehörige eines Künstlerproletariats, das in der Realität wie in der Literatur von Erfolg träumte und dabei nicht selten in seinen Dachkammern erfror, an Alkohol, Morphium oder Krankheit zu Grunde ging oder von einem Ausbruch in höhere Sphären nicht zurückkehrte. Was aus diesen Randexistenzen romantische Kunstfiguren macht, ist vor allem die Liebe, die sie für kurze Zeit erhitzt und danach verzehrt. Und so haben Puccini und seine Librettisten aus Henri Murgers "Scènes de la Vie de Bohème" eine Geschichte herausgelesen, die so nicht vorgegeben war. Die Liebe zwischen dem schwärmerischen Rodolfo und der unheilbar kranken Mimì wurde zum eigentlichen Thema der Oper und sicherte ihr den Erfolg. "La Bohème" ist nach "Madama Butterfly" eine weitere Produktion aus dem vielbeachteten Puccini-Zyklus von Robert Carsen, mit dem der kanadische Regisseur in den 90er Jahren an der Flämischen Oper in Antwerpen und Gent Furore machte. Freitag, 24. September 2010, Premiere, Opernhaus Düsseldorf.
Informationen und weitere Termine: www.rheinoper.de

KONZERT

Supertramp

Berlin 1970 feierte Supertramp ihr Debut im Münchener Nachtleben. Was die inzwischen achtköpfige Rockband mit ihrem anspruchsvollen und eingängigen Sound erreichen sollte, war da noch nicht abzusehen. Mit mehr als 60 Millionen verkauften Alben prägten die "Vagabunden" die Musikgeschichte der Siebziger- und Achtzigerjahre. Dreamer, School, The Logical Song, Give a Little Bit sind nur einige Welthits, die noch heute Generationen von Pop- und Rockfans im Gedächtnis geblieben sind. Erleben Sie die zeitlosen Meisterwerke von einer der letzten großen Bands der modernen Musikgeschichte. Supertramp live am 27.09.2010 der O2 World.
www.o2world.de

SHOW

Gunter Gabriel spielt Johnny Cash

Berlin Diese Verbindung verblüfft: Noch bis 21. September 2010 ist Gunter Gabriel im Berliner Renaissance-Theater als Johnny Cash zu sehen. "Hello I'm Johnny Cash", heißt das Stück. Der Country-Barde Cash starb am 12. September 2003 mit 71. Gabriel ist jetzt 68, sieht aber älter aus. "Wir haben beide dieselbe Attitüde", lässt er über Cash und sich verlauten, "wir behandeln die Gitarre wie eine Frau."
www.renaissance-theater.de

Foto: Veranstalter/Hans Jörg Michel


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