| Gewinnspiel: Dauergrabpflege |
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Die Bestattungsformen sind heute so vielfältig wie die Lebensentwürfe. Eine Umfrage von Emnid ergab, dass ein klassisches Erdbegräbnis immer weniger gefragt ist. Die knappe Mehrheit, nämlich 30 Prozent, wünscht sich eine Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung und Grabstein. Danach folgt mit 29 Prozent die Gruppe derjenigen, die sich für eine Erdbestattung mit Grabstein entscheiden würden. Elf Prozent wollen eine Feuerbestattung mit anonymer Beisetzung. Genauso viele können sich die Beisetzung in einem Wald vorstellen. Der Rest war unentschlossen.
Tatsächlich liegt die ewige Ruhe an den Wurzeln eines Baumes im Trend. Das Konzept dieser Form der Bestattung wurde unter dem Namen FriedWald von dem Schweizer Ueli Sauer 1993 entwickelt. Inzwischen gibt es 34 Begräbnisstätten in Deutschland, wo rund 17000 Menschen beigesetzt worden sind. Ein Grund für das anonyme Begräbnis mag auch das Problem der Pflege sein, die je nach Grab sehr aufwändig und teuer ist. Wer die Kosten nicht scheut, kann sie einem Garten-Fachmann übertragen.
"Der Friedhof bietet für die Gestaltung mit Blumen und Pflanzen alle Möglichkeiten", sagt Fritz Mölders, Vorsitzender der Rheinischen Treuhandstelle für Dauergrabpflege in Köln. "Friedhofsgärtner berücksichtigen die Wünsche der Hinterbliebenen und versuchen, beispielsweise auf Landesgartenschauen, Neues und Innovatives zu zeigen. Natürlich verstehen sie sich dabei auch als Trendsetter."
Und wohin geht der Trend? Die Zukunft gehört dem abwechslungsreich und individuell gestalteten Grab, das einerseits den Trauernden durch seine Symbolkraft hilft und andererseits nicht zuletzt auch Friedhöfe schöner macht.
Pflanzen sind in der Lage, Trauer zum Ausdruck zu bringen, Trost zu spenden und den Lebenden Hoffnung zu geben. Efeu steht für Treue, Stechpalme symbolisiert Leid sowie Schmerz und Chrysanthemen versinnbildlichen die Liebe über den Tod hinaus. Auf der Grabstätte bieten sich sowohl über die Pflanzenauswahl, an die Verstorbenen zu erinnern.
Traditionell kennzeichnet der Grabstein die Stelle, an der ein Mensch bestattet wurde. Das Grabzeichen ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Denkmal. Nur Name und Lebensdaten als Inschrift sind für die Gestaltung der Grabstätte allerdings zu wenig. Das Grab solle Spiegel der Person sein, meinen die Friedhofsgärtner. Noch vor hundert Jahren war es üblich, Emaillebilder der Verstorbenen auf dem Grab anzubringen. Auf diesen alten Steinen finden sich oft auch Symbole, die auf den Beruf des Verstorbenen hinweisen. Der Äskulapstab steht für den Arzt, Zirkel und Maßband weisen auf Bauleute oder Architekten hin.
Bei industriell gefertigten Steinen aus heutiger Zeit fehlen diese persönlichen Bezüge. Darum soll die Bepflanzung an den Verstorbenen erinnern. Beispielsweise ein Rasenstück mit kleiner Sandfläche und einer einzelner Blume, die wie eine Fahne aussieht. Das Grab soll signalisieren, der Verstorbene spielte Golf. Zur Freizeitmalerin passt eine Gestaltung, die eine Palette mit Farbtupfern zeigt, dargestellt durch Blumen. fh
INFORMATIONEN www.dauergrabpflege.de
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Gewinnfrage: Wie viel Prozent wünschen sich eine Feuerbestattung mit Grabstein?
Anrufen bis 26. November 2010 unter 01378-880197 (0,50 Euro/Anruf a. d. dt. Festnetz; ggf. abw. Mobilfunkpreise)
Fotos: Bund deutscher Friedhofsgärtner