Eine nicht mehr ganz junge Frau reist es an die winterliche nordfriesische Küste, um endlich Klarheit über ihr Leben zu erlangen. Dort lernt sie durch Zufall den 15-jährigen Thore kennen, der in dem nahen Dorf als Außenseiter gilt. Schnell zeichnet sich ab, dass sich die beiden zueinander hingezogen fühlen. Für die Dorfbewohner und die Eltern des Jungen ein Skandal ...

Dieses in düster-dunklen Bildern eingefangene Drama ist das Kinoregie-Debüt des aus Münster/Westfalen stammenden Autors und Regisseurs Markus Busch ("Bleib bei mir"), der sich zuvor mit seinen Drehbüchern für Dominik Graf ("Das Gelübde", "Kalter Frühling", "Die Freunde der Freunde") einen Namen gemacht hat. Schade nur, dass das Buch zu seinem eigenen Werk nicht viel taugt, denn viel zu lange lässt Busch den Zuschauer im Unklaren darüber, um was es überhaupt geht. Birge Schade in der Hauptrolle gibt zwar ihr Bestes, doch auch sie spielt vergeblich gegen die vielen Ungereimtheiten an, die erst viel zu spät erklärt werden. So bleiben lediglich einige gelungene Bilder der tristen norddeutschen Winterlandschaft und Birge Schade in einer stillen wie melancholischen Rolle in Erinnerung.

Foto: Déjà vu