New Jersey 1885: Ein Assistent des Erfinders Thomas A. Edison fällt nach der Beerdigung seiner Frau in einen tiefen Schlaf. Ein Traum führt ihn 110 Jahre später nach Buenos Aires, wo ein Mann namens Leonardo - im selben Alter wie der träumende Assistent - als Filmvorführer in einem verfallenen Kino arbeitet. Leonardo ist von der Idee besessen, eine Maschine zu erfinden, welche die Träume der Menschen aufzeichnen und wiedergeben kann. Eines Tages gelingt Leonardo der Durchbruch mit der Aufzeichnung eines Traums von einer schönen Frau aus dem vergangenen Jahrhundert. Kurz darauf begegnet ihm die Traumfrau am Kinoeingang. Sie nennt ihn William, versichert ihm ihre Liebe und erklärt dem Staunenden, dass sie in einem früheren Leben ein Paar gewesen seien. Wie Leopoldo nun sein Leben zwischen Traumfrau und realer Gattin, zwischen Jetzt und Damals organisiert, zeigt nicht nur seine Erfindungsgabe, sondern grenzt schon an Magie...

Eliseo Subiela gehört seit seinem "Mann, der nach Süden schaut" (1986) zu den herausragenden Regisseuren Südamerikas. Auch "Tango der Träume" wartet mit der für Subiela typischen Mischung von Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung auf. Am Rande realistischer Alltagsschilderung balancierend verbindet Subiela unbekümmert Fantasy und Science-Fiction mit Melodram und Komödie. Subiela spielt raffiniert mit Raum und Zei, ist verliebt ins Paradoxe, Phantastisch-Groteske. Das Kino beschwört er als zweite Realität, wo Traum und Erinnerung gleichberechtigt neben die Alltagswelt treten. So ist "Tango der Träume" nicht zuletzt auch ein Film über die Magie des Kinos.