Dänemark im Jahr 1850: Die neunjährige Tinke lebt nach dem Tod ihrer Eltern völlig verwahrlost und halb verhungert im Wald. Dort trifft sie auf Larus, einen Hirtenjungen, der sich mit ihr anfreundet und sie mit zu den Bauern nimmt, für die er arbeitet. Die Bäuerin möchte Tinke gerne als Tochter annehmen, aber der geizige Bauer will, dass sie verschwindet, und sei es ins Armenhaus. Doch Tinke fügt sich nicht in das, was andere von ihr verlangen. Schließlich stellt sich heraus, dass Tinke von einer wohlhabenden Familie abstammt, die sich schwer damit tut, das wilde und herausfordernde Kind zu akzeptieren. Vor allem der Großvater weigert sich, Tinke als Enkeltochter anzuerkennen und in die Familie aufzunehmen. Als er sich dann doch den Fakten und seinen Gefühlen beugen muss, da hat Tinke sich bereits anders entschieden.

Dieser Familienfilm lief 2002 mit großem Erfolg im dänischen Kino, nicht nur deshalb, weil die Autorin der Romanvorlage dort so bekannt ist wie Astrid Lindgren. Morten Kohlerts Film zieht die Zuschauer mitten ins Geschehen mit einer dramatischen, spannenden, subjektiven Bildsprache und einer großartigen Sarah Juel Werner als "Tinke". In Deutschland wurde der Film bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lucas 2002 des Frankfurter Kinderfilm-Festivals und dem Publikumspreis beim Kinderfilmfest in Stuttgart 2003.