Ein englischer Kleinstadtarzt hat zwar eine aufregende Frau, doch was seinen Puls in die Höhe jagt, ist keinesfalls Sex, sondern seine Modelleisenbahn. Für Gattin Linda ist diese ausufernde Leidenschaft längst zur Qual geworden. Dann taucht ein merkwürdiger Fremder im Ort auf. Der junge Mann gibt sich als Lindas verlorenes Kind aus. Damit zieht er sie in seinen Bann, doch das ganze Spielchen erweist nicht gerade als harmlos...

Die Filme von Nicolas Roeg sind alles andere als bekömmlicher Mainstream, deshalb gehen die Meinungen darüber sehr auseinander. "Track 29" ist für das Katholische Medieninstitut zwar "brillant inszeniert", aber insgesamt "allenfalls für unverbesserliche Roeg-Fans interessant". Auch Leonard Maltin kann dem Mix aus schwarzer Komödie und skurrilem Thriller in seinem "Movie & Video Guide 1998" wenig abgewinnen: "Selbst wenn man die üblichen Exzentrizitäten von Regisseur Roeg und Drehbuchautor Potter durchgehen läßt, ist das doch ziemlich verrückt und nicht sonderlich unterhaltsam." Dagegen empfinden die Anhänger des Films das Abgedrehte gerade als das Besondere und Anregende.