Die 16-jährige Robin hat ihre vielversprechende Turnerkarriere nach einem Autounfall an den Nagel hängen müssen. Schlimmer noch: Robin verlor bei diesem Crash ihren Vater und leidet nun unter der Tyrannei des Stiefvaters. Nur ab und zu trainiert die Heranwachsende noch allein in einer alten Fabrikhalle, wo ihr außerordentliches Talent dem Sportlehrer allerdings nicht verborgen bleibt. Schließlich winkt sogar die Teilnahme an den Turn- und Gymnastik-Landesmeisterschaften, die Konkurrenz in der Schulmannschaft jedoch ist groß...

Wer das leicht angestaubte Melodram in die Schublade "Teen-Movie" einordnet, trifft den Nagel auf den Kopf. Stellvertretend für viele Jugendliche steht hier die junge Olivia d'Abo ("Codename: Nina", "Greedy") im Mittelpunkt, die sich im Leben mit Anspruchsdenken, Ehrgeiz, Erfolg und familiären Problemen auseinandersetzen muss. Die Botschaft der kanadischen Produktion ist (amerikanisch) klar: Nur nicht hängenlassen. Das klingt abgedroschen, ist aber durchaus feinfühlig erzählt - trotz Regisseur Paul Lynch, der sich viel mehr im Actionfilm hervorgetan hat: "Robocop IV" (1994), "Star Trek - Auf der Suche nach neuen Galaxien" (1987), "Prom Night - Die Nacht des Schlächters" (1979). In einer seiner ersten Rollen ist übrigens der junge Keanu Reeves zu sehen, heute ein Filmstar ("Speed", "My Own Private Idaho", "Little Buddha"). Träume werden (eben) wahr!