Der britische Bestsellerautor John le Carré war der reale "James Bond" - von 1958 bis 1964 arbeitete er für den britischen Geheimdienst. Auf Basis seines Insiderwissens veröffentlichte der heute 84-Jährige insgesamt 24 Bücher, die sich größtenteils um den Kalten Krieg und die Figur des Geheimagenten George Smiley drehten.

Viele seiner Werke wurden verfilmt, "Dame, König, As, Spion" (2011) und "A Most Wanted Man" (2014) sorgten zuletzt für positive Reaktionen. Regisseurin Susanna White adaptierte nun le Carrés Buch "Verräter wie wir" von 2010.

Trotz namhafter Hollywood-Schauspieler wie Ewan McGregor ("Trainspotting - Neue Helden", "Star Wars I-III") und Damian Lewis ("Homeland"), die eine solide Leistung zeigen, wirkt die Handlung teilweise stark konstruiert.

Zwischen Mafia und "007"

McGregor mimt darin den britischen Professor Perry, der gemeinsam mit seiner Frau Gail (Naomie Harris) einen romantischen Urlaub in Marrakesch verbringen möchte. Im Hotel lernt Perry den Russen Dima (Stellan Skarsgård) kennen. Dieser entpuppt sich bald als Geldwäscher eines einflussreichen russischen Mafiaclans, der das Ehepaar um Hilfe bittet.

Nach der Ermordung eines Freundes will Dima aussteigen und sich in England niederlassen. Den unauffälligen Perry bittet er daher, brisante Informationen an den britischen Geheimdienst zu leiten und den Agenten Hector (Damian Lewis) davon zu überzeugen, Dima in ihr Zeugenschutzprogramm aufzunehmen. Perry und seine Frau werden immer weiter in die gefährlichen Verstrickungen hineingezogen.