Nachdem der ehemalige Superheld "The Comedian" brutal getötet wurde, macht sich dessen einstige Mitstreiter Rorschach auf die Suche nach dem Täter. Er besucht weitere Kämpfer der seit Jahren verboteten Superheldengarde der "Watchmen" und entdeckt bald, dass offenbar weitere Ex-Helden sterben sollen. Nur Dr. Manhattan, der Einzige, der tatsächlich übernatürliche Kräfte hat, könnte dem entgegen wirken. Doch der sucht lieber sein Exil auf dem Mars ...

Bereits vor über 20 Jahren wollte Terry Gilliam den brillanten Comic von Alan Moore und Dave Gibbons für die Leinwand adaptieren. Doch das ambitionierte Werk war stets zum Scheitern verurteilt. Nun hat sich ausgerechnet Zac Snyder, der schon "300" eher schlecht als recht umgesetzt hat, das komplexe Werk vorgenommen. Dabei beweist gleich die erste Szene, dass er offenbar die Vorlage überhaupt nicht verstanden hat. Denn hier entsteht der Eindruck, dass man es mit Leuten zu tun hat, die über Superkräfte verfügen. Genau dem wollte Moore entgegenwirken. Denn er entwarf eine Parallelwelt, die aufzeigt, wie es aussähe, wenn sich in Zeiten des Kalten Krieges tatsächlich Mitmenschen zu Superhelden aufschwingen würden und beleuchtet dabei die unterschiedlichen Beweggründe (auch fiese Rassisten sind dabei), die Menschen in Kostüme schlüpfen lässt. Snyder hat zwar ganze Szenen werkgetreu umgesetzt, füllt den Film aber mit schlechten Schnittfolgen (vielleicht ist hier die längere Fassung besser) und hohl wirkenden Action-Szenen. Dennoch: Ein paar gute Szenen sind ihm durchaus gelungen.

Foto: Paramount