Die Raumfahrt – Erfindungen von Wissenschaftlern und technische Neuerungen von Ingenieuren gehören zur Tagesordnung. Doch für ein Problem haben die hellsten Köpfe der Welt bisher noch keine Lösung gefunden, und zwar für ein ganz menschliches. Wohin mit den Ausscheidungen, wenn ein Astronaut tagelang seinen Anzug nicht ausziehen kann? Bisher müssen die Raumfahrer schlicht Windeln tragen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA lobt jetzt 30 000 Dollar für eine Idee aus, wie Astronauten bis zu sechs Tage in ihrem  Raumanzug ihr Geschäft erledigen können.
Müssen die Raumfahrer beim Flug zum Mond ihre Schutzanzüge anziehen, weil beispielsweise der Druck in der Kapsel sinkt, ist die Windel bisher die einzige Lösung. Denn in der  Schwerelosigkeit können sich Flüssigkeiten in jede Richtung ausbreiten. Noch etwas muss  die Erfindung beachten: Bei der Landung werden die Piloten mit einem Vielfachen ihres Körpergewichtes in die Sitze gepresst. Die integrierte Raumanzug-Toilette sollte diese Kräfte aushalten.
Übrigens: Sind die Astronauten erst einmal auf der "Internationalen Raumstation" angekommen, ist die Beseitigung ihrer Ausscheidungen fast wie auf der Erde möglich. Dort gibt es Toiletten, die mit einem Unterdrucksystem funktionieren. Etwas unappetitlich: Aus dem Urin gewinnen die Astronauten wieder Wasser. Versorgungskapseln transportieren zudem regelmäßig den Stuhlgang und anderen Müll ab. Beides verglüht schließlich in der Erdatmosphäre.