Deutsche Eltern können sich freuen: Laut einer aktuellen Studie schreien ihre Babys weniger als Kinder in anderen Ländern. In Großbritannien und Italien müssen Eltern beispielsweise ein dickeres Fell haben. Hier quengelt und schreit der Nachwuchs häufiger.

Zu diesem Ergebnis kommt der Psychologe Professor Dr. Dieter Wolke von der Universität Warwick. Mit seinem Team hat er das Schreiverhalten von fast 8 700 Kindern in neun Industrieländern untersucht.

Warum es in deutschen Kinderzimmern ruhiger ist, könne man nicht mit Sicherheit sagen, betonen die Wissenschaftler. Ein möglicher Grund: Das Stresslevel der Mütter variiere aufgrund unterschiedlicher Mutterschutzregelungen und sozialer Unterstützung in den Ländern. Stress überträgt sich wiederum auf das Kind. Auch genetische Faktoren könnten eine Rolle spielen. So gebe es auch bei Säuglingen bereits Charakterunterschiede. Vielleicht haben italienische Babys also ebenso viel Temperament wie ihre Eltern.