Kompressionsstrümpfe verbindet man vor allem mit dem Krankenhaus, Krampfadern oder der Thromboseprophylaxe. Doch seit einiger Zeit begegnen einem die Strümpfe auch im Park – bei Joggern und meist knallbunt. Sie sollen den Muskelkater verringern und zu längerer Ausdauer beitragen. Stimmt das? Die Wissenschaftler sind sich nicht einig.

Eine von Nike finanzierte Studie bestreitet den Sinn der Laufstrümpfe. Laut Studienleiter Ajit Chandari von der Ohio University ist die Ermüdung der Muskeln gleichbleibend. Zwar entständen weniger Risse im Muskel, das hätte jedoch keine Auswirkung auf die Ausdauer, so sein Ergebnis.

Eine britische Studie von Forschern um Freddy Brown von der St Mary’s University legt jedoch nahe, dass Kompressionsstrümpfe durchaus etwas bringen können – und zwar nach dem Sport.

Durch den Druck von außen heilen die Mikrorisse in den Muskeln schneller. Der Muskelkater kann verringert werden. Also die Strümpfe vielleicht auf dem Sofa anbehalten.