Wer als Kind geflucht hat, hörte wahrscheinlich oft den Satz: "Das sagt man nicht!" Dabei, das fand ein internationales Forscherteam jetzt heraus, ist Fluchen gar keine schlechte Eigenschaft. Hinter der Angewohnheit soll sich nämlich ein positiver Charakterzug verbergen.

Die Wissenschaftler von Universitäten in Maastricht, Hongkong, Kalifornien und Cambridge befragten mehr als 250 Menschen zu ihren Fluchgewohnheiten. Die Probanden schrieben ihre Lieblingsschimpfwörter auf und schätzten, wie häufig sie diese benutzen. Darüber hinaus untersuchten die Forscher per Fragebogen, wie sehr die Probanden zum Lügen neigen.

Dann werteten sie 70.000 Facebook-Profile aus. Dabei nutzten sie Erkenntnisse einer Studie, die zu dem Schluss kam, dass Menschen, die etwas verbergen wollen, seltener "ich" und "mir" sagen. Zudem filterten sie Schimpfwörter aus Statusmeldungen heraus. Unterm Strich wurde ein "durchgehend positiver Zusammenhang zwischen Obszönität und Ehrlichkeit festgestellt". Oder anders gesagt: Ehrliche Menschen fluchen häufiger.