Eine Gabel hat in der Regel vier Zacken.

Ihre kleine Schwester, die Kuchengabel, nur drei. Doch es gibt noch einen Unterschied, der dem aufmerksamen Kuchenesser sicher schon einmal aufgefallen ist: Der linke Zacken ist breiter und es fehlt eine Ecke. Doch warum? Bis zum Beginn

des 20. Jahrhunderts wurde Kuchen noch mithilfe von Messer und Gabel gegessen. Mit der Zeit machte man aus zwei einfach eins: Eine Gabel mit integriertem Messer.

Der spitze Zacken machte es möglich, auch harte Teigböden zu durchstechen und aufzuspießen. Und es gibt noch einen Grund für das ungewöhnliche Aussehen: Stabilität. Damals wurde Besteck aus weichen Metallen wie Messing oder Silber gefertigt. War ein Teig zu hart, konnte es passieren, dass sich die Gabel verbog oder brach.

Die Form machte sie stabiler. Heute besteht Besteck meist aus Edelstahl – ein Verformen passiert nicht mehr. Das Design behalten die meisten Hersteller dennoch bei – aus Tradition.